Tesla Model 3

Model 3 gibt es nicht mehr online Kehrtwende bei Tesla

Stand: 12.04.2019, 10:57 Uhr

Nichts ist bei Tesla so beständig wie der Wandel. Der E-Autobauer zieht sein Online-Angebot für die Basisversion seines Hoffnungsträgers Model 3 kurz nach der Einführung schon wieder zurück. Weitere Irritationen gibt es um die Batteriefabrik des Konzerns.

Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, wird die für 35.000 Dollar angebotene Basisversion des Model 3 wieder aus dem Internetangebot genommen. Interessenten müssten nun wieder in den Laden kommen oder über das Telefon bestellen, hieß es weiter.

Tesla-Chef Elon Musk

Elon Musk. | Bildquelle: picture alliance / Ben Macmahon/AAP/dpa

Damit ist die Kehrtwende perfekt. Denn erst vor kurzem hatte der umtriebige Firmenchef Elon Musk erklärt, E-Autos von Tesla sollten grundsätzlich nur noch online bestellbar sein. Auch Geschäfte sollten geschlossen werden, was nun aber ebenfalls so nicht mehr gilt.

Einstiegspreis erhöht sich

Auch vom ursprünglichen Verkaufspreis von 35.000 Dollar ist keine Rede mehr. Denn Tesla integriert nunmehr für das Standardmodell seinen Fahrdienstassistenten serienmäßig, was den Preis der günstigsten Version in den USA in der Version Standard Plus von bisher 37.500 auf 39.500 Dollar nach oben treibt. In Deutschland kostet die günstigste Model-3-Version übrigens 44.500 Euro.

Tesla begründet die Umstellung damit, kosteneffizienter zu werden und das Geschäft zu verschlanken. Deshalb werde auch die Standard-Version baugleich mit dem Standard-Plus-Modell sein - nur dass bei ihr die Reichweite per Software eingeschränkt sei. Käufer könnten deshalb nachträglich auch die Software-Sperre entfernen lassen.

Investitionen in Batteriefabrik liegen auf Eis

Zuletzt hatte darüber hinaus ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" die Anleger irritiert. Danach wollen Tesla und sein japanischer Partner Panasonic gemeinschaftliche Investitionen in den Ausbau der weltweit größten Batteriefabrik wegen sinkender Margen in diesem Geschäft auf Eis legen.

Das Tesla-Papier verlor am Donnerstag an der Nasdaq daraufhin 2,77 Prozent auf 268,42 Dollar. Damit fällt der Kurs weiter zurück in Richtung seines Zwölf-Monats-Tiefs bei gut 250 Dollar aus dem Oktober 2018.

Überhaupt, Tesla-Aktionäre müssen gute Nerven haben, denn das Papier bleibt hochvolatil. Nach dem Tief im Oktober war das Papier bis Dezember bis auf 356 Dollar gestiegen, ehe es seitdem wieder im Rückwärtsgang fährt.

rm