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Kehraus bei Nissan

Stand: 25.07.2019, 13:58 Uhr

Nach dem Ende der Ära Ghosn brechen für den japanischen Autobauer Nissan ungemütliche Zeiten an. Nachfolger Hiroto Saikawa zwingt dem kriselnden Konzern einen radikalen Sparkurs auf, dem weltweit rund 12.500 Jobs zum Opfer fallen werden - jede zehnte Stelle. Außerdem will er die Angebotspalette straffen, jedes zehnte Modell wird bis 2022 gestrichen.

Der zweitgrößte Autobauer in Japan nach Toyota ist angeschlagen seit dem Skandal um Carlos Ghosn, langjähriger Chef bei Nissan und seinem Partnerunternehmen Renault. Der einst gefeierte Automanager steht in Japan unter Anklage.

Ghosn hat Nissan zwar groß gemacht. Doch das wurde über viele Jahre mit hohen Rabatten erkauft. Bei schwindendem Absatz und Umsatz machte Nissan zuletzt fast gar keinen Gewinn mehr: Von April bis Juni standen gerade noch umgerechnet 13 Millionen Euro zu Buche.