Arbeiter in der Produktion bei Hella

Kehraus bei Hella

Stand: 28.07.2020, 10:44 Uhr

Der Autozulieferer Hella stellt sich auf ein langes Tief in der Branche ein und will am Firmensitz in Lippstadt daher bis Ende 2023 rund 900 Arbeitsplätze abbauen. Dafür fallen zunächst Kosten von 240 Millionen Euro an, so dass das Familienunternehmen aus dem MDax auch im kommenden Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende Mai) an der Verlustgrenze stehen dürfte.

Hella war mit Kurzarbeit durch die Krise gekommen, rechnet aber allenfalls mit einer leichten Erholung. Der Umsatz werde bei 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro liegen, nachdem er 2019/20 um 14 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro eingebrochen war. Die Ebit-Marge - ohne Kosten für den Stellenabbau - soll zwischen vier und sechs (2019/20: 4,0) Prozent liegen. 2019/20 war das bereinigte Ebit um 59 Prozent auf 233 Millionen geschrumpft. Unter demn Strich landete Hella wegen coronabedingter Abschreibungen mit 343 Millionen Euro tief im Minus.