K+S-Abraumhalde

Bald gibt es Klarheit K+S muss zurückrudern

Stand: 28.09.2018, 08:06 Uhr

Zwar wird die Produktion nach der lang anhaltenden Trockenheit an einigen Standorten nun wieder angefahren. Die Jahresziele des Salz- und Düngemittelherstellers K+S sind aber in Gefahr.

Bislang ging das Kasseler Unternehmen von einem Ebitda von 660 bis 740 Millionen Euro aus. Darin sind die Auswirkungen der Produktionsunterbrechungen aber nicht berücksichtigt. Aufgrund der Stillstände sei im dritten Quartal jedoch ein negativer Effekt von rund 80 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis zu erwarten. In den kommenden Monaten dürften weitere Kosten hinzukommen, hieß es. Mit den Zahlen für das dritte Quartal will K+S daher am 15. November eine neue Ergebnisprognose für das Gesamtjahr veröffentlichen.

Abwasserprobleme bremsen K+S

Am Standort Wintershall hatte K+S die Produktion Ende August gestoppt, weil das Unternehmen wegen der anhaltenden Trockenheit und des daraus folgenden niedrigen Wasserstands nicht genug Abwasser in die Werra leiten konnte. Im September fuhr K+S deshalb auch die Produktion am Standort Hattorf herunter.

Die K+S-Aktie reagiert mit leichten Kursgewinnen auf die Aussicht auf Klarheit bei der Ergebnisprognose. Das Papier steigt auf der Handelsplattform Tradegate auf 17,97 und liegt damit knapp ein Prozent höher als gestern zum Handelsschluss im elektronischen Handelssystem Xetra. Damit setzt sich der Kurs etwas vom sehr langfristigen Unterstützungsbereich zwischen 16 und 17 Euro nach oben ab. Hier war die Aktie in der Vergangenheit häufiger nach oben gedreht.

ME