Cristiano Ronaldo im Heimtrikot von Juventus Turin

Sponsoren zweifeln Juve-Aktie nach Vorwürfen gegen Ronaldo auf Talfahrt

Stand: 05.10.2018, 13:39 Uhr

Die Vergewaltigungsvorwürfe in den USA gegen Fußballspieler Cristiano Ronaldo sorgen für einen Einbruch der Aktie seines Vereins Juventus Turin. Der Titel verliert derzeit über fünf Prozent an Wert. Auch die Sponsoren EA Sports und Nike äußern sich besorgt.

Die 34-jährige Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo beschuldigt, sie 2009 in einem Hotel in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Der damals bei Manchester spielende Superstar wies die Vorwürfe entschieden zurück. "Vergewaltigung ist ein abscheuliches Verbrechen, das sich gegen alles richtet, was ich bin und woran ich glaube", schrieb Ronaldo bei Twitter und Facebook. Er habe ein reines Gewissen und sei so entschlossen wie möglich, seinen Namen zu säubern, betonte der Spieler.

Mayorga will nach Angaben des "Spiegel" eine Zivilklage gegen den portugiesischen Europameister einreichen, bei der eine Verschwiegenheitserklärung für nichtig erklärt werden soll. Im Zuge einer außergerichtlichen Einigung soll Ronaldo der Frau 375.000 US-Dollar gezahlt haben. Die Polizei in Las Vegas nimmt ihre Ermittlungen wieder auf.

Sponsoren äußern Bedenken

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Nach diesen neuen Entwicklungen denken Ronaldos Sponsoren offenbar über die Zusammenarbeit nach. "Wir sind tief besorgt über die verstörenden Anschuldigungen, und wir werden die Situation sehr genau verfolgen", erklärte der amerikanische Sportartikelhersteller Nike. Mit ihm hatte der 33-Jährige noch vor zwei Jahren einen neuen und angeblich milliardenschweren Vertrag abgeschlossen.

Videospieleentwickler EA Sports sprach ebenfalls von einer "beunruhigenden Situation". Das Verhalten seiner Werbeathleten und Botschafter müsse den Werten des Unternehmens entsprechen. Neben dem Brasilianer Neymar ist Ronaldo auf dem Cover des Spiels FIFA 19 zu sehen.

Juve-Aktie bricht ein

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Zur Stunde büßt die Aktie von Ronaldos Verein an der Mailänder Börse über fünf Prozent ein. Dennoch notiert die Aktie weiterhin weit über ihrem Wert unmittelbar vor der Verpflichtung des fünfmaligen Weltfußballers. Kurz vor dem Ronaldo-Transfer wurde das Papier mit knapp 60 Cent gehandelt. Im Zuge der Euphorie stieg die Aktie im September bis auf 1,81 Euro.

tb