Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase & Co.
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Rekordgewinn im ersten Quartal JPMorgan so stark wie nie

Stand: 12.04.2019, 13:58 Uhr

Von wegen schwaches erstes Quartal. Entgegen den Erwartungen hat die größte US-Bank JPMorgan zum Jahresauftakt einen Rekordgewinn von über neun Milliarden Dollar eingefahren. Davon profitiert auch die Deutsche Bank.

In Frankfurt ist die Aktie der Deutschen Bank ins Plus gedreht und hat sich an die Spitze der Dax-Werte gestellt. Das Papier profitiert von den unerwartet starken Zahlen der größten US-Bank.

Das von Jamie Dimon geführte Geldhaus hat in den ersten drei Monaten des Jahres seinen Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar gesteigert - trotz einer angehobenen Vorsorge für Kreditausfälle. Damit hat die Bank fast soviel Geld verdient wie die gesamte Commerzbank an der Börse wert ist.

Schwäche im Investmentbanking

JPMorgan profitierte einmal mehr von der breiten Aufstellung - so konnte die Bank zum Jahresauftakt das dieses Mal schwächere Ergebnis im Investmentbanking durch ein deutliches Plus im Geschäft mit Privatkunden ausgleichen.

So sind die Einnahmen im Investmentbanking von 10,5 Milliarden im ersten Quartal des letzten Jahres auf 9,85 Milliarden zurückgegangen. Auch der Überschuss der Sparte sank um 700 Millionen Dollar auf 3,25 Milliarden. Der Rückgang konnte jedoch durch das starke Geschäft mit Privatkunden und Konsumentenkrediten mehr als ausgeglichen werden. Mit einem Überschuss von 3,96 Milliarden Dollar hat die Sparte jetzt sogar das einst dominierende Investmentbanking abgelöst.

Aktie legt zu

Insgesamt legten die Erträge im operativen Geschäft um fünf Prozent auf fast 30 Milliarden Dollar zu. Damit übertraf die Bank die Erwartungen sowohl beim Gewinn als auch bei den Erträgen. Die Aktie der mit 345 Milliarden Dollar bewerteten Bank legte nach Bekanntgabe der Zahlen vorbörslich zu.

Kurz nach Bekanntgabe der Zahlen stieg die Aktie um 2,3 Prozent auf 108,71 Dollar. Nach Aussage von Bankchef Jamie Dimon profitierte die Bank von der anhaltend robusten Konjunktur in den USA. "Allen geografischen Verwerfungen zum Trotz bleibt die amerikanische Wirtschaft im Wachstumsmodus, auch die Beschäftigung und die Löhne steigen, während die Inflationsrate moderat ist und die Finanzmärkte sich als gesund erweisen", so Dimon. In diesem Umfeld sei es der Bank gelungen, die Erwartungen der Analysten zu schlagen.

lg