Johnson & Johnson-Eingang der Unternehmenszentrale in  New Brunswick, New Jersey, USA

Und wieder eine erhöhte Prognose Johnson & Johnson verbreitet Optimismus

Stand: 18.07.2017, 14:55 Uhr

Noch mehr Umsatz und noch höherer Gewinn, so lautet die Prognose: Solche Nachrichten wissen die Investoren natürlich zu schätzen. Vom US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson werden sie auch im Bericht zum zweiten Quartal damit ausreichend versorgt. Aber es gibt auch Schattenseiten.

Vorbörslich rückt das Papier des US-Konzerns zeitweise um ein Prozent vor. Die Anleger freuen sich darüber, dass sich Johnson & Johnson erneut optimistischer für das laufende Jahr. zeigt. Für 2017 rechnet der Konsumgüter-Hersteller nun mit einem Umsatz zwischen 75,8 und 76,1 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie zwischen 7,12 bis 7,22 Dollar.

Bislang wurden Erlöse von 75,4 bis 76,1 Milliarden und ein EPS von 7,00 bis 7,15 Dollar erwartet. Erst im Frühjahr hatte der Konzern die EPS-Prognose auf dieses Niveau angehoben.

Nicht alles glänzend

Ein Grund dafür ist der Kauf der schweizerischen Biotechfirma Actelion. Der Kauf von Actelion erschließe neue Wachstumsfelder, sagte Konzernchef Alex Gorsky. Für Zuversicht sorgen auch kürzlich erfolgte Zulassungen, wie beispielsweise die von Tremfya gegen Schuppenflechte. Das Medikament basiert auf einem Wirkstoff des Münchner Biotechunternehmens Morphosys.

Aber ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt auch gewisse Schwächen. Der Umsatz verbesserte sich nicht ganz so stark wie erhofft um knapp zwei Prozent auf 18,84 Milliarden Dollar. Gerechnet hatten Analysten im Schnitt 18,95 Milliarden Dollar. Zuwächse verbuchte das Unternehmen vor allem im Geschäft mit Medizintechnik und Konsumgütern. Das Pharmageschäft dagegen stagnierte.

Der Nettogewinn sank sogar von rund vier Milliarden Dollar auf 3,83 Milliarden. Das um einige Abschreibungen bereinigte Ergebnis stieg aber stärker als erwartet um drei Prozent auf fünf Milliarden Dollar.

ts