Jenoptik-Mitarbeiter justiert einen Diodenlaser

Aktie bleibt Anlegerliebling Jenoptik hebt Prognose an

Stand: 11.07.2018, 07:58 Uhr

Der Technologiekonzern aus Jena traut sich für das laufende Jahr mehr zu. Die Anhebung der Jahresumsatzprognose ist einerseits Folge einer Übernahme. Aber die Geschäfte laufen auch unabhängig davon rund.

Anleger dürften am Morgen erfreut auf die Nachricht vom gestrigen Abend reagieren. Die Aktie des TecDax-Unternehmen hatte im späten Frankfurter Parketthandel bereits deutlich zugelegt. Dies dürfte sich im regulären Geschäft am Mittwoch nun fortsetzen.

Verstärkung in der Autoindustrie

Die Übernahme des kanadischen Autozulieferers Prodomax ist ein Grund dafür, dass Jenoptik nun im laufenden Geschäftsjahr mit mehr Umsatz rechnen kann als bislang. Prodomax ist Spezialist für Maschinenintegration und Prozessautomation in der Autoindustrie. Im vergangenen Jahr hatte die Firma mit 180 Beschäftigten einen Umsatz von 65 Millionen kanadischen Dollar gemacht.

Jenoptik, das keine konkreten Angaben zum Übernahmepreis machte, strebt nun Erlöse für 2018 von 805 bis 820 Millionen Euro an. Bisher war Jenoptik von 790 bis 810 Millionen Euro ausgegangen. Allerdings hatten Analysten im Vorfeld bereits mit einer Prognoseanhebung gerechnet.

Keine Auswirkungen des Handelsstreits

Bereits Anfang Juli hatte der Jenaer Konzern sich optimistisch zum Geschäftsverlauf geäußert. Der Handelsstreit zwischen den USA, China und Europa habe sich bislang überhaupt nicht bei den Auftragseingängen ausgewirkt, so das Unternehmen. "Wir sehen in unseren Kernmärkten, ganz besonders in der Halbleiterindustrie, aktuell keinerlei Zeichen für einen Abschwung", sagte Vorstandschef Stefan Traeger.

Auch bei der Kursentwicklung bleiben bei Anlegern schon seit Jahren kaum Wünsche offen. Die Jenoptik-Aktie legte auf Zwölfmonatssicht fast 45 Prozent zu, der TecDax "nur" 25 Prozent. Auch auf Sicht von drei Jahren schlägt der Titel den Vergleichsindex deutlich. Allerdings hat er derzeit einen kleinen Rücksetzer vom Jahreshoch zu verdauen, das im Juni bei fast 39 Euro erreicht wurde.

AB