Johnson & Johnson Baby Puder

Weniger Umsatz, mehr Dividende Johnson & Johnson senkt Ausblick und erhöht Dividende

Stand: 14.04.2020, 14:47 Uhr

Der US-Gesundheitskonzern dürfte vergleichsweise gut durch die Coronakrise kommen. Das zeigen die Zahlen zum ersten Quartal 2020. Doch auch das Dow-Jones-Mitglied musste in den ersten drei Monaten deutliche Einbußen hinnehmen.

Das Unternehmen stellt viele Produkte her, die auch in der Krise gefragt sind oder sogar eine besondere Nachfrage in der Krise auslösen. Der Pharma- und Gesundheitskonzern musste am Dienstag dennoch bei seiner Umsatz- und Gewinnprognose zurück rudern.

Johnson & Johnson: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Johnson & Johnson rechnet wegen der Covid-19-Krise im laufenden Jahr nun mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang. Der Umsatz dürfte sich 2020 auf 77,5 bis 80,5 Milliarden US-Dollar (71 bis 74 Milliarden Euro) belaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zuvor hatte das Management noch Erlöse von 85,4 bis 86,2 Milliarden Dollar angepeilt nach gut 82 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll statt 8,95 bis 9,10 Dollar nur noch 7,50 bis 7,90 Dollar je Aktie erreichen.

Im ersten Quartal legte der Umsatz um 3,3 Prozent auf 20,7 Milliarden Dollar zu. Der Nettogewinn stieg dabei - Sonderfaktoren herausgerechnet - um rund neun Prozent auf 6,15 Milliarden Dollar. Der tatsächliche Überschuss legte um gut die Hälfte auf 5,8 Milliarden Dollar zu.

Impfstoff-Hoffnung schiebt Aktie an

Für die Entwicklung eines eigenen Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 nimmt Johnson & Johnson verstärkt Geld in die Hand. "Wir haben uns fest vorgenommen, die Produktion mitsamt der dazugehörigen Risiken demnächst zu starten und der Gesellschaft einen preiswerten Impfstoff zugänglich zu machen", so Konzernchef Alex Gorsky. Mit der Entwicklung des Mittels verfolge der Konzern keine Gewinnerzielungsabsichten.

Dividende wird - trotzdem - erhöht

Die Aktie legte zum Start des Handels an der Wall Street um etwa drei Prozent zu. Die Aktionäre können sich trotz der Krise über eine erhöhte Dividende freuen. Die vierteljährliche Ausschüttung werde im Vergleich zum Vorjahr von 0,95 US-Dollar auf 1,01 Dollar angehoben, hieß es. Im Gesamtjahr soll die Dividende damit von 3,80 auf 4,04 Dollar steigen.

AB