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Einnahmen von knapp zehn Milliarden Dollar geplant IPO: Uber kommen zwischen 44 und 50 Dollar

Stand: 26.04.2019, 14:18 Uhr

Der Fahrdienstanbieter Uber rudert bei seinem geplanten Börsengang etwas zurück. Statt des ursprünglich angestrebten Börsenwertes von 120 Milliarden Dollar werden nun rund 90 Milliarden anvisiert.

Das 2009 gegründete Startup gab am Freitag bei dem lang erwarteten Schritt eine Preisspanne zwischen 44 und 50 Dollar pro Aktie an, zu dem die Papiere Investoren angeboten werden sollen. Dabei will Uber 180 Millionen Aktien anbieten. Das Unternehmen hofft dadurch auf Einnahmen zwischen 7,9 und neun Milliarden Dollar. Das Börsendebüt in New York wird dann für Anfang Mai erwartet. Es wäre das größte seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba im Jahr 2014.

Das 2009 gegründete Startup hat in vielen Regionen weltweit die Taxibranche auf den Kopf gestellt und die Art verändert, wie Menschen mobil unterwegs sind: Es vermittelt Mitfahrten über eine App. Zuletzt zählte Uber nach eigenen Angaben 91 Millionen Kunden pro Monat.

Rote Zahlen auch im ersten Quartal

Uber-Schriftzug auf einer Autotür

Uber. | Bildquelle: picture alliance / AP Images

Das Unternehmen verdient an den Vermittlungsgebühren, die fällig werden, wenn ein Fahrer einen Auftrag über die Online-Plattform erhält. Der Konzern investiert aber auch stark in neue Geschäftsfelder wie autonomes Fahren, die Auslieferung von Essen, Elektro-Fahrräder und -Scooter sowie Frachtangebote.

Geld verdient Uber trotz der milliardenschweren Bewertung noch immer nicht. Ersten Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 zufolge, wird in diesem Zeitraum ein Verlust von rund einer Milliarde bei einem Umsatz von etwa drei Milliarden Dollar anfallen.

Zudem hieß es, der Zahlungsdienstleister Paypal steige bei Uber ein und investiere dabei 500 Millionen Dollar. Vor Monaten hatte sich Uber noch optimistischer zu seinem Börsenwert gezeigt und diesen auf 120 Milliarden Dollar taxiert.

Rivalen aus China und Indien

Inzwischen ist man aber vorsichtiger - nicht zuletzt wegen des Kursverfalls bei dem kleineren Rivalen Lyft nach dessen Börsengang im März. Lyft hatte seine Aktien für 72 Dollar pro Stück platziert, was das Unternehmen mit 24 Milliarden Dollar bewertete. Am ersten Handelstag schossen die Papiere dann bis auf 88,60 Dollar in die Höhe, inzwischen kosten sie aber nur noch rund 56 Dollar.

Die großen Rivalen bei den Fahrdiensten sind Didi in China, Ola in Indien und Lyft in den USA. Ob Uber je Gewinne ausweisen wird, ist offen. Vor kurzem hatte der Konzern selbst erklärt, angesichts deutlich steigender Kosten werde es womöglich nie für schwarze Zahlen reichen.

In der Bilanz für 2018 stand ein Verlust von rund 1,8 Milliarden Dollar, nach 2,2 Milliarden im Jahr davor. Der Umsatz stieg 2018 um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. 2017 hatte das Plus aber noch 106 Prozent betragen.

lg/rtr/dpa