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Fast die Hälfte im Plus IPO: Foxconn-Aktien gehen durch die Decke

Stand: 08.06.2018, 09:44 Uhr

Der Konzern Foxconn aus Taiwan ist in der IT-Branche wohlbekannt. Das Unternehmen produziert unter anderem das iPhone. Um von Apple unabhängiger zu werden, hat der Konzern eine Tochter in China an die Börse gebracht - mit sehr großem Erfolg.

Die Aktien von Foxconn Industrial Internet schossen an ihrem ersten Handelstag an der chinesischen Leitbörse in Shanghai um 44 Prozent auf 19,83 Yuan in die Höhe. Insgesamt wurden 1,97 Milliarden Aktien zu je 13,77 Yuan (umgerechnet 1,83 Euro) angeboten. Das waren rund zehn Prozent der Anteile von Foxconn Industrial Internet. Die Marktkapitalisierung des auf elektronische Geräte und Industrie-Roboter spezialisierten Unternehmens belief sich damit auf 61 Milliarden Euro.

Alibaba, Baidu und Tencent mit im Boot

Zu den neuen Aktionären gehören Technologiekonzerne wie Alibaba, Baidu und Tencent, die zusammen nun drei Prozent besitzen und sich verpflichtet haben, die Aktien drei Jahre lang zu halten.

Experten bewerteten den Börsengang der Industriesparte für Foxconn positiv. Dadurch schaffe es Foxconn-Gründer Terry Gou, die Abhängigkeit von Apple zu reduzieren und in neue Geschäftsbereiche vorzudringen. Das Unternehmen will beispielsweise in die neue Mobilfunktechnik 5G investieren, aber auch in Bereiche wie Cloud Computing sowie intelligente Fabriken. Zu den Kunden von Foxconn Industrial Internet zählen neben Apple auch Amazon, Cisco, Dell, Huawei und Lenovo.

IPO Nummer vier

Die Mutter Hon Hai Precision Industry, die am Markt unter dem Namen Foxconn Technology Group auftritt, ist schon seit vielen Jahren an der Börse notiert. Mit dem Börsengang von Tochterunternehmen hat Hon Hai bereits Erfahrung. Im vergangenen Jahr brachte der Konzern seine Tochter Foxconn Interconnect Technology an den Kapitalmarkt. Bereits im Jahr 2005 ging die Tochter FIH Mobile an die Börse.

rts/ME

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Die nächsten Börsenkandidaten IPO-Pipeline

Knorr-Bremse, Produktion in China

Knorr-Bremse
Als einer der nächsten Kandidaten gilt Knorr-Bremse. Mit einem geschätzten Volumen von vier Milliarden Euro könnte Knorr der zweitgrößte Börsengang des Jahres nach der Siemens-Tochter Healthineers werden. Zusammen mit seiner Tochter Julia ist Heinz Hermann Thiele über mehrere Investmentgesellschaften alleiniger Eigentümer des Weltmarktführers für Zug- und LKW-Bremsen. Thiele ist auch Großaktionär beim Bahntechnikkonzern Vossloh. Das IPO könnte Ende September oder im Oktober über die Bühne gehen. Die endgütige Entscheidung will Thiele nach den bayerischen Schulferien Mitte September treffen. Knorr-Bremse beschäftigt fast 28.000 Mitarbeiter und setzte 2017 rund 6,2 Milliarden Euro um.