Intel Wafer-Produktion

Gute Nachrichten Intel: Keine Angst vor der Bitcoin-Baisse

Stand: 26.10.2018, 11:54 Uhr

Der weltgrößte Chiphersteller Intel profitiert vom Comeback des PCs. Im dritten Quartal legte der Gewinn erheblich zu.

Unter dem Strich verdiente Intel mit 6,4 Milliarden Dollar rund 42 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte 19 Prozent auf 19,2 Milliarden Dollar zu.

Das kalifornische Unternehmen profitierte von guten Geschäften mit Rechenzentren und einer starken Nachfrage nach seinen Chips für PCs. Die stationären Geräte erleben derzeit insbesondere bei Firmen ein Comeback, da der Support von Microsoft von Windows 7 im Jahr 2020 ausläuft. Daher sehen sich viele Firmen dazu gezwungen, ihren überalterten Rechnerbestand auszutauschen.

Auch im vierten Quartal traut sich Intel ähnlich hohe Steigerungsraten zu. Der Konzern rechnet von Oktober bis September mit einem Umsatz von etwa 19 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten bisher nur 18,4 Milliarden vorhergesagt. Auch beim Gewinn je Aktie liegt das Unternehmen mit 1,16 Dollar über den Prognosen von Experten, die bisher von 1,05 Dollar ausgegangen waren.

Besser als die Konkurrenz

Insgesamt läuft damit für Intel besser als bei so manchem prominenten Konkurrenten wie Texas Instruments, STMicroelectronics und ZK Hynix, die eher mit einer Abschwächung im Jahresendgeschäft rechnen. Hier machen sich hohe Lagerbestände, ein nachlassendes Wachstum bei Smartphones und eine zurückgehende Nachfrage von Firmen, die einer immensen Hardwareausstattung Kryptowährungen wie den Bitcoin schürfen, negativ bemerkbar. Der Bitcoin hat sich in diesem Jahr tendenziell nach unten entwickelt.

Die Intel-Aktie kletterte im nachbörslichen Handel um knapp ein Prozent auf 44,78 Dollar. Dennoch bleibt das Papier in seinem seit Sommer anhaltenden charttechnischen Abwärtstrend.

ME