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Nach langer Durststrecke Intel kann Gewinn verdoppeln

Stand: 28.07.2017, 08:22 Uhr

Der Chipkonzern Intel hat erneut ein starkes Quartal verbucht. Die hohe Abhängigkeit vom PC-Markt verliert zunehmend ihren Schrecken.

Der Konzern aus dem kalifornischen Santa Clara verbesserte seinen Gewinn von April bis Juni von 1,3 auf 2,8 Milliarden Dollar. Im Vorjahr war Intel allerdings von hohen Sonderkosten belastet worden. Der Umsatz stieg um knapp zehn Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar.

Intel profitiert insbesondere von der Sparte Client Computing. Hier legten die Erlöse um zwölf Prozent auf über acht Milliarden Dollar zu. Intel hatte lange Zeit den Trend zu Smartphones und Tablets verschlafen. Wegen der damit einhergehenden Schwäche des PC- und Notebook-Marktes versucht Intel neue Geschäftsfelder zu erschließen und produziert etwa Halbleiter für Rechenzentren. Außerdem übernimmt der Konzern den Spezialisten für autonomes Fahren, Mobileye.

Prognose angehoben

Wegen der besser als erwarteten Entwicklung hob Intel seine Prognose für das Gesamtjahr an. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatz von rund 61,3 Milliarden Dollar nach bisher 60,0 Milliarden. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis je Aktie soll 2,66 Dollar erreichen - 0,10 Dollar mehr als bisher anvisiert.

Im nachbörslichen Handel reagiert edie Intel-Aktie zeitweise mit einem Anstieg um 4,5 Prozent auf 36,55 Dollar, gab später aber einen Großteil davon wieder ab. Am Abend lag das Papier bei 35,25 Dollar - ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem regulären Handel an der Technologiebörse Nasdaq. Die Intel-Aktie nähert sich damit wieder ihrem Jahreshoch von 38,45 Dollar. Dieses war im Oktober vergangenen Jahres erreicht worden und entsprach damals einem 16-Jahres-Hoch.

ME