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Guter Jahresabschluss Intel erreicht Umsatzrekord

Stand: 26.01.2018, 08:27 Uhr

Intel hat im vierten Quartal so viel umgesetzt wie noch nie zuvor. Das war vor Bekanntwerden der Sicherheitslücken, aber die Anleger danken es dem Halbleiterkonzern.

Von Oktober bis Dezember setzte das kalifornische Unternehmen 17,1 Milliarden Dollar und damit vier Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Besonders gut liefen die Geschäfte mit Rechenzentren und neueren Bereichen wie künstlicher Intelligenz und selbstfahrenden Autos.

Trotzdem fiel unter dem Strich ein Verlust von 687 Millionen Dollar an. Der Grund: Die Steuerreform der Regierung von Donald Trump verursachte eine einmalige Abschreibung von 5,4 Milliarden Dollar, insbesondere weil Abgaben auf im Ausland geparktes Vermögen fällig werden. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Überschuss von 3,6 Milliarden Dollar erzielt worden. Intel geht aber davon aus, auf längere Sicht von den steuerlichen Änderungen zu profitieren.

"Meltdown" und "Spectre" sind noch nicht verarbeitet

Zu den jüngst entdeckten Sicherheitslücken "Meltdown" und "Spectre" in Computer-Prozessoren äußerte sich Intel im Quartalsbericht zunächst nur am Rande. Dies könne die Kundenbeziehungen, die Reputation und die Ergebnisse belasten, warnte der weltgrößte Chipkonzern. Außerdem räumte der Branchenriese bereits bekannte Sammelklagen ein.

Die Intel-Aktie profitierte dennoch im nachbörslichen Handel. Das Papier legte um 3,7 Prozent auf 46,98 Dollar zu. Damit nähert sich das Papier seinem 18-Jahres-Hoch von 47,64 Dollar an, das erst im vergangenen Dezember erreicht worden war. Bis zum Allzeithoch bei über 75 Dollar aus dem Jahr 2000 ist es aber noch ein weiter Weg.

ME