Instone Real Estate-Immobilie Alte Buchbinderei in Leipzig
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Börsendebüt Instone schafft Punktlandung

Stand: 15.02.2018, 10:14 Uhr

Die Zahl der börsennotierten Immobilienfirmen wächst und wächst. Heute hat die Essener Firma Instone Real Estate den ersten Schritt aufs Parkett gewagt - ohne allzu großen Erfolg.

Die Aktien des Wohnimmobilien-Entwicklers sind bei ihrem Börsendebüt am Morgen nicht vom Fleck gekommen. Der erste Kurs lag am Morgen mit 21,50 Euro genau auf dem Ausgabepreis und bröckelte im weiteren Verlauf etwas ab. Instone hat es nur mit Mühe an die Börse geschafft: Statt der geplanten 23,4 Millionen Aktien konnten nur 19,9 Millionen platziert werden, der Ausgabepreis lag am unteren Ende der Preisspanne, die zwischen 21,50 Euro und 25,50 lag.

Insgesamt brachte die Emission 428 Millionen Euro ein, davon geht der Großteil an den Finanzinvestor Activum SG - den bisherigen Alleineigentümer. Instone selbst fließen netto 142 Millionen Euro zu. Nach der Platzierung befinden sich 53,8 Prozent der Aktien in Streubesitz. Das gesamte Unternehmen wurde zum Ausgabepreis mit 795 Millionen Euro bewertet. Instone ist nach der bayerischen Arzneifirma Dermapharm der zweite Börsenneuling in Frankfurt in diesem Jahr.

Aus Hochtief hervorgegangen

Instone bekommt etwa ein Viertel des Platzierungsbetrages; mit dem Geld will das Unternehmen ein Gesellschafterdarlehen zurückzahlen und neue Wohnprojekte erwerben.

Die aus einer Sparte des Bauunternehmens Hochtief hervorgegangene Firma Instone ist ein deutschlandweit tätiger Wohnimmobilienentwickler. Das Unternehmen entwickelt moderne Mehrfamilienwohnanlagen in Städten und saniert denkmalgeschützte Immobilien zu Wohnzwecken.

Zum 30. September 2017 bestand das Projektportfolio von Instone aus 48 Entwicklungsprojekten mit einem erwarteten Gesamtumsatzvolumen nach Fertigstellung der Projektentwicklungen von rund 3,4 Milliarden Euro.

lg