Chipproduktion bei Infineon
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Aktie weiter erholt Infineon traut sich mehr zu

Stand: 01.08.2018, 11:57 Uhr

Gute Nachfrage nach seinen Chip-Produkten und ein wieder stärkerer Dollar lassen den Dax-Konzern frohlocken. Im Gesamtjahr sollen die Erlöse deutlicher steigen. Und auch die Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal können sich sehen lassen.

Die Aktie des Halbleiter-Unternehmens startete im Xetra-Geschäft zunächst als einer der stärksten Werte im Dax. Das Papier hat sich seit Anfang Juli deutlich von einem kleinen Zwischentief erholt. Allerdings drückten Gewinnmitnahmen den Dax-Titel noch am Vormittag ins Minus.

Autobranche und Dollar helfen

Infineon hat im abgelaufenen dritten Quartal seinen Umsatz um sechs Prozent auf 1,94 Milliarden Dollar gesteigert. Das ist etwas mehr als von Analysten erwartet. Laut dem Unternehmen hat dazu vor allem die weiterhin gute Nachfrage aus der Autobranche, aber auch anderen Industrien beigetragen. Aber auch auf der Währungsseite - der Dollar hat sich gegenüber dem Euro im Quartal wieder stärker gezeigt - verzeichnete man eine "Entspannung".

Das zeigt sich auch auf der Ergebnisseite. Operativ, im so genannten Segmentgeschäft, schaffte Infineon einen Zuwachs um fünf Prozent auf 356 Millionen Euro. Die Marge ging hier allerdings leicht auf 18,3 Prozent zurück.

Unter dem Strich blieben für das dritte Quartal 271 Millionen Euro in der Kasse, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Analystenschätzungen hat das Dax-Konzern damit hinter sich gelassen.

Margen-Ziel wird übertroffen

Laut Vorstandschef Reinhard Ploss verspürt das Unternehmen vor allem durch den stärkeren Dollar "zusätzlichen Rückenwind". Entsprechend zuversichtlich blickt das Unternehmen nun auf das bereits laufende vierte Quartal 2017/18 (bis Ende September): Die Erlöse sollen um drei Prozent (plus/minus zwei Prozentpunkte) wachsen. Bei der Segmentergebnis-Marge peilt man für das Quartal 19 Prozent an, das läge in der Mitte der zuletzt anvisierten Spanne. Für das Gesamtjahr würde damit eine Marge von 17,5 Prozent erreicht werden, mehr als zuletzt in Aussicht gestellt.

Analysten guten Mutes

Für die Aktie hatten sich zuletzt auch die Analysten wieder deutlich optimistischer gezeigt. Goldman Sachs hält auf Sicht eines Jahres Kurse von 30 Euro für möglich und hat seine Kaufempfehlung jüngst noch einmal bekräftigt. Auch die Citigroup und Credit Suisse haben den Titel auf "buy" gestuft.

AB