Infineon-Chef Reinhard Ploss in einem Mercedes Benz S 400 Hybrid
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Elektromobilität sorgt für Nachfrage Infineon hat den richtigen Produktmix

Stand: 01.08.2017, 09:17 Uhr

Der Chip-Konzern aus dem Dax hat auf die richtigen Wachstumsfelder gesetzt - das zeigt sich auch an den Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Umsatz und Ergebnis lassen die Erwartungen des Marktes hinter sich.

Da scheint alles zu passen: Die Zahlen des Halbleiter-Konzerns aus dem Dax übertrumpfen wieder einmal die Erwartungen - die Aktie steigt zu Handelsbeginn an die Dax-Spitze.

Infineon hat im abgelaufenen Quartal unter dem Strich im wichtigen Segmentsergebnis 338 Millionen Euro verdient, ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Experten hatten hier nur mit 323 Millionen Euro gerechnet. Die Analysten-Vorgaben wurden auch beim Umsatz übertroffen: Infineon verkaufte Halbleiter im Wert von 1,83 Milliarden Euro, ein Zuwachs von zwölf Prozent.

Mehr Chips, überall

Der Produktmix, den der Konzern seit mehreren Jahren verfolgt, ist offenbar nah am Puls des Marktes. Das Unternehmen stellt Halbleiter für Industrie und Autobranche her und profitiert in diesen Segmenten von der immer höheren Technisierung der Produktionsabläufe und Produkte.

Nicht zuletzt hat Infineon eine Reihe von Produkten zum Energiemanagement im Angebot. Vorstandschef Reinhard Ploss kann sich daher am Donnerstag freuen, dass die entsprechenden Halbleiter-Lösungen "für unterschiedliche Anwendungen von erneuerbaren Energien bis hin zu Rechenzentren" stark nachgefragt werden.

Margenziele trotz starkem Euro stabil

Für die Beobachter fast genauso wichtig wie die Zahlen zum abgelaufenen Quartal waren am Morgen die Aussagen zum Gesamtjahr. Hier stellten die Experten fest, dass der zuletzt deutlich stärkere Euro gegenüber dem Dollar die Margenziele von Infineon nicht ins Wanken gebracht hat: Weiterhin wird im Gesamtgeschäftsjahr von einer Marge von 17 Prozent ausgegangen, und die Erlöse sollen um acht bis elf Prozent zulegen.

Die Halbleiter-Branche erfreut sich derzeit insgesamt steigender Nachfrage. Auch Marktführer wie Intel und Samsung hatten zuletzt von höherer Nachfrage nach ihren Speicherchips beziehungsweise Prozessoren berichtet.

AB