Ola Källeenius

Neue Studie In Chefetagen der Dax-Konzerne sitzen zunehmend Ausländer

Stand: 08.07.2019, 14:51 Uhr

Deutschlands Top-Konzerne bauen in ihren Chefetagen zunehmend auf Fachwissen aus dem Ausland. In einigen Dax-Unternehmen ist der Vorstand inzwischen sogar zur Hälfte mit Managern aus dem Ausland besetzt.

Aktuell haben laut einer aktuellen Studie 70 der 198 Manager in den Vorstandsgremien der 30 Dax-Konzerne einen ausländischen Pass. Der Ausländeranteil in den Führungsetagen der ersten deutschen Börsenliga liegt damit bei 35,4 Prozent, wie das Beratungsunternehmen Simon-Kucher & Partners zum Stichtag 1. Juli 2019 berechnet hat. Ein Jahr zuvor waren es 30,9 Prozent. Die Studie wird in dieser Form seit 2005 jährlich veröffentlicht.

In neun Dax-Konzernen ist der Vorstand nach jüngsten Daten sogar mindestens zur Hälfte mit Managern aus dem Ausland besetzt: Allianz, Beiersdorf, Fresenius, Fresenius Medical Care, Henkel, Heidelberg Cement, Linde und Wirecard.

Fresenius Medical Care vorn

Den höchsten Ausländeranteil im Vorstand weist unter den Dax-Unternehmen wie in den Vorjahren Fresenius Medical Care (86 Prozent) auf. Beim Dax-Neuling Wirecard sind es 75 Prozent: Drei der vier Vorstandsmitglieder stammen dort aus Österreich.

Die meisten Nationalitäten vereint nach wie vor der Versicherer Allianz in seinem Führungsteam: Drei der zehn Manager stammen aus Deutschland, je zwei aus Österreich und Italien, je einer aus Spanien, Südafrika und Sri Lanka. In der Gesamtbetrachtung kommen die ausländischen Vorstände der Dax-Konzerne aus 22 verschiedenen Ländern.

Weiterhin die Ausnahme

Ein Ausländer an der Konzernspitze ist bei den Dax-Unternehmen jedoch weiterhin die Ausnahme. Aktuell werden sieben der 30 Konzerne von Managern aus dem Ausland geführt: Adidas (Kasper Rorsted/Dänemark), Daimler (Ola Källenius/Schweden), Fresenius Medical Care (Rice Powell/USA), Henkel (Hans van Bylen/Belgien), Linde (Steve Angel/USA), SAP (Bill McDermott/USA) und Wirecard (Markus Braun/Österreich).

lg/dpa-afx