Stempel mit Minuszinsen-Schriftzug

Immer mehr Sparer zahlen Negativzinsen

Stand: 09.04.2020, 09:53 Uhr

Der Trend zu Negativzinsen auf dem Tagesgeldkonto hat sich nach Einschätzung des Vergleichsportals Verivox in der Corona-Krise beschleunigt. Nach Daten des Portals haben aktuell 80 Finanzhäuser Minuszinsen in ihren Preisaushängen veröffentlicht (Stichtag 8. April). Davon führten 23 Institute vom 9. März an Negativzinsen ein. Diese gelten zunächst für Neukunden. Die deutliche Mehrheit der Institute verschont ihre Privatkunden bislang noch.

Da einige Institute individuelle Vereinbarungen mit vermögenden Kunden träfen, dürften insgesamt mehr als 80 Geldhäuser Negativzinsen verlangen, erläutert Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.

Hinzu kämen sieben Geldhäuser, bei denen das üblicherweise kostenfreie Tagesgeldkonto Gebühren koste. Dadurch entstünden faktisch Negativzinsen. Insgesamt gibt es in Deutschland noch 1.717 Kreditinstitute, vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken.

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