Carl Icahn

Langjähriger Trump-Vertrauter Icahn wirft das Handtuch

Stand: 20.08.2017, 12:17 Uhr

Für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump wird es immer einsamer. Am Wochenende ist auch der Investor Carl Icahn als Berater von Donald Trump zurückgetreten. Er will nicht in die Fänge der Parteipolitik geraten.

Der Investor legte in dem an Trump gerichteten Brief ebenfalls Wert auf die Feststellung: "Ich hatte niemals eine formale Position in Ihrer Administration inne und nahm auch keine Rolle im Politikbetrieb ein."

Icahn war wiederholt vorgeworfen worden, er stehe in einem Interessenkonflikt, weil seine Empfehlungen positiv für seine eigenen Geschäfte sein könnten. Verbraucherschützer hatten gefordert, Icahns Rolle zu überprüfen. Der Unternehmer und Milliardär hatte Trump früh unterstützt und gilt als Vertrauter des Präsidenten.

Beratergremien aufgelöst

Trump hatte erst am Mittwoch zwei Beratergremien mit Konzernchefs aufgelöst, nachdem mehrere Mitglieder aus Protest gegen seine Äußerungen zur rechtsextremen Gewalt in Virginia ausgetreten waren. Kurz darauf ließ der Präsident zudem Pläne zur Gründung eines Beratergremiums für die Infrastruktur fallen.

Trump hat angekündigt, eine Billion Dollar in den Bau, die Modernisierung oder die Reparatur etwa von Straßen, Brücken und Flughäfen zu stecken. Das Vorhaben zählt zu seinen wichtigen Vorhaben neben einer Gesundheits- und einer Steuerreform. Analysten sind aber skeptisch, ob Trump angesichts zahlreicher Querelen seine Pläne wird umsetzen können. An den US-Börsen gaben die Kurse zuletzt deshalb nach. Am Freitag feuerte Trump mit Steve Bannon zudem seinen umstrittensten Berater im Weißen Haus.

dpa/rtr