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Cloud-Geschäft wächst IBM: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Stand: 18.07.2019, 18:07 Uhr

Seit Jahren hinterlässt der Konzernumbau seine Spuren in den Bilanzen von IBM. Im zweiten Quartal gab es dank des aufstrebenden Cloud-Geschäfts mehr Gewinn.

Das Wachstum im Cloud-Geschäft konnte den Umsatzrückgang in anderen Sparten aber nicht wettmachen. Insgesamt schrumpften die Erlöse des weltgrößten IT-Dienstleisters im zweiten Quartal um 4,2 Prozent auf rund 19,2 Milliarden Dollar, wie IBM am Mittwochabend nach US-Börsenschluss mitteilte.

Während die Cloud-Sparte, also das Geschäft mit Software- und Speicher-Angeboten über das Internet, ihren Umsatz um fünf Prozent steigern konnte, brachen die Erlöse beim traditionellen Verkauf von Hardware um fast 20 Prozent ein. Auch in der Dienstleistungssparte verringerte sich der Umsatz.

Gewinn klettert auf 2,5 Milliarden Dollar

Der mit Rechnern groß gewordene US-Konzern hatte auch mit dem stärkeren Dollar zu kämpfen. IBM erwirtschaftet mehr als 60 Prozent seiner Erlöse im Ausland. Trotz des Umsatzrückgangs konnte "Big Blue" seinen Nettogewinn in den Monaten April bis Juni um rund vier Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar steigern.

IBM bekräftigte seinen Ausblick für 2019, in den allerdings die Auswirkungen der vergangene Woche abgeschlossenen Übernahme des Unternehmens Red Hat noch nicht einkalkuliert sind. Der Konzern mit Hauptsitz in Armonk/New York hatte für den Linux-Hersteller 34 Milliarden Dollar ausgegeben - so viel wie nie zuvor für einen Zukauf in der 100-jährigen Firmengeschichte. Mit Red Hat will IBM sein Angebot an Abo-Software ausbauen. Im Bereich Cloud Computing konkurriert IBM unter anderem mit SAP. Bei dem Walldorfer Konzern drückten Kosten für Übernahmen und Personalabbau den Gewinn.

rtr/la