IBM-Deutschland-Zentrale in München

Wieder Wachstum! IBM durchbricht unglaubliche Negativ-Serie

Stand: 19.01.2018, 08:27 Uhr

Was würden Sie von einem Unternehmen halten, das 23 Quartale in Folge geschrumpft ist? Vermutlich nichts. Doch nun hat IBM diesen Trend durchbrochen.

Der weltgrößte IT-Dienstleister steigerte seinen Umsatz im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent auf 22,5 Milliarden Dollar, wie der Konzern gestern am späten nach Börsenschluss an der Wall Street mitteilte.

Das "Big Blue" genannte Unternehmen profitierte von seinem florierenden Cloud-Geschäft. Hier stieg der Umsatz um 30 Prozent. IBM bemüht sich schon lange, die Schwäche im Computer-Kerngeschäft mit moderneren IT-Dienstleistungen wie Cloud-Services, Daten-Analyse, künstlicher Intelligenz und Sicherheits-Software zu kompensieren. Hier tummeln sich auch Rivalen wie Oracle, SAP, Amazon und Microsoft. Die Unternehmen folgen damit dem Trend weg von klassischer Software hin zu Anwendungen, die auf Servern fernab vom Kunden laufen. Auch im besonders zukunftsträchtigen Geschäft mit der Blockchain ist IBM aktiv.

Verlust dank Trump

Eine hohe Sonderbelastung wegen der Steuerreform der Regierung Trump in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar brockte IBM allerdings einen Verlust von 1,05 Milliarden Dollar ein. Im Vorjahr hatte IBM noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Die IBM-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel in den USA mit Kursverlusten. Das Papier brach um 3,4 Prozent auf 163,40 Dollar ein. Dennoch ändert das nichts daran, dass das Papier derzeit eine charttechnische Umkehrformation ausbildet. Bis zum Rekordhoch bei über 210 Dollar ist es allerdings noch ein weiter Weg.

ME