HSBC-Zentrale in London

HSBC kauft sich frei

Stand: 09.10.2018, 20:28 Uhr

Die Großbank HSBC kommen dubiose Hypothekengeschäfte teuer zu stehen, die zur jüngsten weltweiten Finanzkrise beigetragen haben sollen. Das Geldhaus gab am Dienstag in New York bekannt, sich mit dem US-Justizministerium auf einen 765 Millionen Dollar (666 Millionen Euro) teuren Vergleich geeinigt zu haben. Mit der Zahlung kauft sich HSBC in einem seit Jahren andauernden Ermittlungsverfahren frei.

Der Bank wurde vorgeworfen, zwischen 2005 und 2007 "faule" Wertpapiere verkauft zu haben, die mit riskanten Immobilienkrediten hinterlegt waren. HSBC war im Markt für Hypothekenanleihen jedoch nur ein relativ kleiner Akteur - anderen Banken wie JPMorgan Chase, Bank of America oder Citigroup wurden von den US-Behörden deutlich höhere Strafzahlungen aufgebrummt.