Hornbach-Baumarkt in Berlin
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Bauwut lässt Ergebnisse steigen Hornbach voll digital

Stand: 21.12.2017, 08:10 Uhr

Der Baumarktkonzern liegt nach guten Neunmonatszahlen weiter auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen. Dank seiner Online-Strategie wächst der SDax-Konzern stärker als die Branche. Doch die Digitalisierung kostet auch.

Die Aufwendungen für die Online-Strategie, die Hornbach stark an sein Filial-Geschäft andockt, werden im Gesamtgeschäftsjahr 2017/18 dazu führen, dass die gesteckten Prognosen erreicht, aber wohl nicht übertroffen werden. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird der "Vorsprung", den der Konzern beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten drei Quartalen erreicht hat, sich im Schlussquartal "zurückbilden".

Prognose steht

Dennoch bleibt die Jahresprognose bestehen, nach der die Hornbach-Gruppe (die im SDax notierte Hornbach Holding und die Hornbach Baumarkt AG) bei Umsatz und Ergebnis im "mittleren einstelligen Prozentbereich" wachsen soll, bestehen.

Für einen dicken Ergebnispuffer haben gute Zahlen der ersten drei Quartale gesorgt. Hier konnte das Unternehmen seine Erlöse um 5,1 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro steigern. Das Ebit erreichte mit 205 Millionen Euro ein Plus von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Hornbach wuchs in den zurückliegenden Monaten vor allem im außerdeutschen Europa, während im Heimatmarkt die Umsatzkurve "flacher anstieg". Überall sorgte die Verknüpfung des stationären Geschäfts der Baumärkte mit Online-Bestellungen für ein branchenweit überdurchschnittliches Wachstum.

Expansion im digitalen Netz

International dringt das Unternehmen derzeit Slowakei und Schweden vor, die im Berichtszeitraum ans "digitale Netz" angeschlossen wurden. In Deutschland wurde ein Baumarkt in Hanau geschlossen und einer in Halle geöffnet. Insgesamt verfügt die Baumarkt AG über 156 Bau- und Gartenmärkte, davon weiterhin mit 98 die Mehrzahl in Deutschland.

Die Hornbach-Aktie kletterte im vergangenen Jahr um knapp 23 Prozent und damit nur wenig schwächer als der SDax. Auf die Geschäftszahlen reagiert der Titel am Donnerstag im vorbörslichen Handel nur mit geringen Ausschlägen.

AB