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Home24 Rocket plant IPO von Ikea-Konkurrenten

Stand: 18.05.2018, 09:35 Uhr

Der Start-up-Schmiede Rocket Internet plant den nächsten Coup. Das Berliner Unternehmen will ihre nächste Beteiligung an die Börse bringen.

Dabei geht es um den im Jahr 2009 gegründeten Online-Möbelhändler Home24. Der geplante Börsengang im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Börse soll einen Erlös von 150 bis 200 Millionen Euro einbringen. Positiv ist, dass der komplette Emissionserlös im Rahmen einer Kapitalerhöhung dem Unternehmen zufließen soll. Die Altaktionäre bleiben als in vollem Umfang dem Unternehmen verbunden. Rocket Internet gehören derzeit rund 41 Prozent der Anteile, der schwedischen Beteiligungsgesellschaft Kinnevik rund 17 Prozent. Mit dem Geld will Home24 sein Wachstum anfachen.

Home24 kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 276 Millionen Euro, schreibt aber Verluste. In den kommenden 18 Monaten will das Unternehmen bei der bereinigten Ebitda-Marge in die Pluszone vorstoßen.

IPO Nummer vier

Der Berliner Börsenkandidat ist mit 1.000 Mitarbeitern in sieben europäischen Ländern sowie Brasilien aktiv. Sollte Home24 den Sprung aufs Parkett schaffen, wäre es nach dem Mode-Versender Zalando, dem Essenslieferdienst Delivery Hero und dem Kochboxen-Versender HelloFresh das vierte Unternehmen von Rocket Internet an der Börse. Der Börsengang wird von Berenberg, Citigroup und Goldman Sachs begleitet.

Bei einem erfolgreichen Börsengang könnte die Aktie von Rocket Internet ihre Bodenbildung weiter fortsetzen. Nach dem Tiefpunkt vor rund zwei Jahren steigt das Papier tendenziell wieder an. Im vergangenen Jahr hatte Rocket seinen Verlust von 742 Millionen Euro auf sechs Millionen Euro reduziert.

ME

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Die nächsten Börsenkandidaten IPO-Pipeline

Knorr-Bremse, Produktion in China

Knorr-Bremse
Mit einem geschätzten Volumen von vier Milliarden Euro könnte Knorr-Bremse der zweitgrößte Börsengang des Jahres nach der Siemens-Tochter Healthineers werden. Zusammen mit seiner Tochter Julia ist Heinz Hermann Thiele über mehrere Investmentgesellschaften alleiniger Eigentümer des Weltmarktführers für Zug- und LKW-Bremsen. Thiele ist auch Großkationär beim Bahntechnikkonzern Vossloh. Über einen Börsengang denke er "vorrangig" nach, hatte Thiele nach der gescheiterten Übernahme des schwedischen Nutzfahrzeugzulieferers Haldex im September des vergangenen Jahres gesagt. Knorr-Bremse beschäftigt fast 25.000 Mitarbeiter und setzte 2016 rund 5,5 Milliarden Euro um.

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