Noratis-Immobilie in Krefeld

Unter dem Ausgabekurs Holpriger Börsenstart von Noratis

Stand: 30.06.2017, 11:14 Uhr

Neben Delivery Hero ist am Freitag auch noch ein zweites Unternehmen an die Börse gegangen: der Wohnimmobilienentwickler Noratis. Der Handelsstart im neuen Wachstumssegment "Scale" verlief allerdings ernüchternd.

Der erste Kurs von Noratis lag am Freitagvormittag bei 18,75 Euro und damit exakt auf Höhe des festgelegten Ausgabepreises. Danach sackte der Kurs jedoch ab und fiel auf bis 17,35 Euro.

Bereits bei der Zuteilung der Aktien hatte das Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt große Zugeständnisse machen müssen. Der Ausgabepreis lag am unteren Ende der Spanne von 18,75 bis 22,75 Euro. Es konnten nur 920.000 der angebotenen zwei Millionen neuen Aktien bei Investoren platziert werden. Nach dem Börsengang in das Segment Scale befinden sich nun (exklusive Greenshoe-Option) rund 31,5 Prozent der Anteile in Streubesitz.

"Wachstumsstarker Dividendentitel"

Mit einem Emissionsvolumen von 45,5 Millionen Euro ist Noratis eher ein kleiner Börsengang. Die Erlöse aus dem IPO sollen in den Ausbau des Immobilienportfolios gesteckt werden. Aktionären winken gute Dividenden. "Wir planen, zukünftig rund die Hälfte der Jahresüberschüsse an unsere Aktionäre auszuschütten", sagte Finanzvorstand André Speth. "Wir wollen als wachstumsstarker Dividendentitel den Kurszettel bereichern."

Vorstandschef Igor Christian Bugarski sieht weiterhin großes Markt- und Wachstumspotenzial. "Unser Fokus liegt auf Liegenschaften mit Entwicklungsmöglichkeiten, meist Werkswohnungen, Quartiere oder Siedlungen aus den 1950er bis 1970er Jahren" Bundesweit gebe es rund 18 Millionen Wohneinheiten, die in diesen Jahrzehnten errichtet wurden. Darunter gebe es eine Menge Wohnungen mit Wertsteigerungspotentialen. Als Bestandsentwickler kauft der Konzern Wohnimmobilien auf, modernisiert sie und verkauft sie nach zwei bis drei Jahren an institutionelle Investoren und Privatpersonen weiter.

nb