Johnson & Johnson-Eingang der Unternehmenszentrale in  New Brunswick, New Jersey, USA

Hohe Strafe für Johnson & Johnson im Opioid-Prozess

Stand: 27.08.2019, 07:15 Uhr

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) ist wegen unrechtmäßiger Vermarktung von suchtgefährdenden Schmerzmitteln zu einer hohen Strafe verurteilt worden. Der zuständige Richter Thad Balkman ordnete am Montag eine Zahlung von 572 Millionen Dollar an, weil der Konzern zur Epidemie der Medikamentenabhängigkeit im Bundesstaat Oklahoma beigetragen habe. Oklahomas Staatsanwalt Hunter hatte eine noch deutlich höhere Strafe von über 17 Milliarden Dollar gefordert.

Johnson & Johnson kündigte umgehend an, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Anleger reagierten erleichtert auf das Urteil, die Aktie von Johnson & Johnson stieg nachbörslich zeitweise um mehr als fünf Prozent.