Hapag-Lloyd Container
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Mit 222 Containerschiffen um die Welt Hapag-Lloyd kennt (noch) keine Konjunktursorgen

Stand: 25.02.2019, 14:45 Uhr

Deutschland größte Reederei Hapag-Lloyd ist im vergangenen Jahr solide gewachsen und sieht auch gutes Potenzial für 2019. Laut Boss Rolf Habben Jansen läuft das Geschäft auf Hochtouren. Jetzt sind alle zufrieden: Manager, Analysten und Aktionäre.

Die im SDax notierte Aktie der Reederei legt um mehr als ein Prozent auf 26,88 Euro zu. Zeitweise hatte sie am Montag schon deutlich über 27 Euro gelegen. Die Aktienbilanz der vergangenen vier Wochen sieht ansprechend aus: Um mehr als elf Prozent hat sich der Börsenwert des Unternehmens in diesem Zeitraum verteuert. Im September 2018 hatte das Papier allerdings noch mehr als 37 Euro gekostet.

Die aktuellen vorläufigen Zahlen könnten den Erholungskurs unterstützen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte demnach auf 443 Millionen Euro. Das sind 32 Millionen mehr als vor Jahresfrist. Das Ergebnis liegt am oberen Ende der prognostizierten Bandbreiten von 200 bis 450 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Die Ursache: Neben Einsparungen durch den Zusammenschluss mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) hätten sich höhere Transportmengen und Preise positiv niedergeschlagen.

Geschäft läuft „auf Hochtouren“  

Angesichts einer robusten Nachfrage könne Hapag wohl höhere Treibstoffpreise weiterreichen und 2019 das Ergebnis deutlich steigern. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte kürzlich erklärt, dass die Reederei gut in das Jahr gestartet sei. Nach der Ferienzeit über den Jahreswechsel laufe das Geschäft inzwischen wieder "auf Hochtouren". Eine konkrete Prognose hatte er noch nicht genannt.

Hapag-Lloyd Container-Schiff im Hamburger Hafen

Hapag-Lloyd Container-Schiff im Hamburger Hafen. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Die Zahlen seien besser als erwartet ausgefallen, schrieben die Experten vom Bankhaus Lampe. Hapag-Lloyd und Branchenriesen wie Maersk und Cosco hielten die Kapazitäten in Grenzen und wollten zunächst keine neuen Schiffe bestellen.

Die Eckdaten der Reederei für das vierte Quartal hätten die Markterwartungen übertroffen und seine eigenen erfüllt, schrieb UBS-Analyst Dominic Edridge in einer am Montag vorliegenden ersten Einschätzung. Am Markt dürfte dies vor dem Hintergrund der jüngsten Zahlen des Konkurrenten Moller-Maersk positiv ankommen.

ts