HHLA Container Terminal

Jahreszahlen vorgelegt HHLA: Es geht voran - schleppend

Stand: 13.02.2020, 10:39 Uhr

Für die Anleger des Hamburger Hafenbetreibers HHLA geht es heute nicht voran. Dabei laufen die Geschäfte gar nicht schlecht. Auch bei der Elbvertiefung geht es voran.

So wurde zum Jahreswechsel die Fahrrinne auf der 36 Kilometer breiten Strecke zwischen Wedel und der Störmündung von 300 auf 320 Meter verbreitert. Dort können nun Schiffe mit einer addierten Breite von 92 Metern sicher aneinander vorbeifahren oder überholen.

Ebenfalls fertig ist der fünf Kilometer lange Bundesanteil an der Begegnungsbox mit einer Breite von 385 Metern, auf der sich Schiffe mit einer addierten Breite von 98 Metern begegnen können. Hier fehlt noch ein Abschnitt auf Hamburger Gebiet, der sich wegen der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg verzögerte und in den kommenden Wochen fertig werden soll. Schon jetzt sei aber die Leistungsfähigkeit der Wasserstraße gestiegen und die Schifffahrt werde von nun an von der Fahrrinnenvertiefung profitieren.

Elbvertiefung läuft

Derzeit laufen die Arbeiten auf der Gesamtstrecke, die im kommenden Jahr abgeschlossen sein sollen. Der Bund werde im laufenden Jahr rund 220 Millionen Euro für die Elbvertiefung investieren. Der Gesamtaufwand soll sich auf rund 800 Millionen Euro belaufen.

Eine Entscheidung, die dem Hamburger Hafenbetreiber (HHLA) nützen dürfte. Der muss sich seit Jahren mit bescheidenen Wachstums- und Ergebniszahlen zufrieden geben.Im vergangenen Jahr kannte die HHLA dank eines steigenden Containerumschlages Umsatz und operatives Ergebnis steigern.

HHLA mit mehr Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz wuchs um 6,8 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 8,8 Prozent auf 222 Millionen Euro zu. Damit habe HHLA die eigenen Jahresziele erreicht, hieß es.

Das Unternehmen hatte zuletzt eine deutliche Steigerung der beiden Kennziffern in Aussicht gestellt. Der Containerumschlag stieg um 3,3 Prozent auf 7,6 Millionen Standardcontainer. Zu dieser Steigerung trug die Integration des im vergangenen Jahr erworbenen Terminals in Tallinn (Estland) bei. Aber auch das Umschlagsvolumen in Hamburg verbesserte sich leicht. Details zu den Zahlen sowie den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr will HHLA am 25. März veröffentlichen.

Die Anleger zeigten sich wenig beeindruckt von den Zahlen. Die seit vielen Jahren zwischen 20 und 30 Euro schwankende HHLA-Aktie geriet leicht unter Druck.

lg