Dichter Stadtverkehr im Sonnenuntergang
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Absatzplus von fast neun Prozent Herbstlicher Autoboom in Europa

Stand: 19.11.2019, 10:07 Uhr

Krise in der Autoindustrie? Welche Krise? In Europa floriert derzeit der Absatz. Im Oktober wurden fast neun Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen. In Deutschland gab's gar ein zweistelliges Plus. Der VDA spricht von einem "statistischen Effekt".

Vor einem Jahr waren die Autoverkäufe im Oktober wegen der Einführung neuer Abgasvorschriften (WLTP) um mehr als sieben Prozent eingebrochen. Damals gab es kurzfristige Engpässe bei der Lieferung von Autos. Inzwischen hat sich die Situation normalisiert. Die volle Verfügbarkeit der Modelle mache sich nun bemerkbar, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit.

Deutsche kaufen Autos wie wild

Tatsächlich ist der Autoabsatz im Oktober dieses Jahres sprunghaft angestiegen. In Deutschland wurden 12,7 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen. In Europa wurden 1,2 Millionen neue Autos verkauft. Das ist ein Plus von 8,7 Prozent, teilte der europäische Branchenverband Acea am Dienstagmorgen in Brüssel mit.

VW Tiguan

VW Tiguan. | Bildquelle: Unternehmen

Neben Deutschland lief es auf den anderen wichtigen Automärkten der EU rund. In Frankreich zog der Absatz um 8,7 Prozent, in Italien um 6,7 Prozent und in Spanien um 6,3 Prozent an. Nur im Brexit-geplagten Großbritannien sank die verkaufte Stückzahl hingegen um 6,7 Prozent.

VW größter Profiteur

Von den deutschen Herstellern profitierte vor allem VW vom europäischen Autoboom.  Die Wolfsburger verkauften fast ein Drittel mehr Fahrzeuge. Der Marktanteil sprang dadurch von 20,8 auf 25,1 Prozent. Bei BMW betrug das Absatz-Plus 2,9 Prozent. Daimler hingegen musste ein Minus von 0,2 Prozent hinnehmen. Ganz schlecht lief's für Opel und Vauxhall: Der Absatz sackte um mehr als ein Viertel ab.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Chinas Konjunktur schwächelt weiter

Während die europäische Autokonjunktur wieder in Fahrt gekommen ist, legt China weiter den Rückwärtsgang ein. Nach VDA-Angaben sanken die Verkäufe im Oktober um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden im Reich der Mitte 16,9 Millionen Autos abgesetzt - elf Prozent weniger als im Jahr zuvor.

nb