Henkel-Logo vor der Unternehmenszentrale in Düsseldorf
Audio

Kosmetik macht Sorgen Henkel verdient weniger

Stand: 07.05.2019, 08:40 Uhr

Der Konsumgüterkonzern hat mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Anleger nicht überzeugt. Die Aktie rutscht am Dienstag zum Handelsstart ab. Gewinn und Marge, aber auch der Ausblick stimmen nicht euphorisch.

Im Markt für Kosmetikprodukte wie Haar- und Körperpflege wird der Markt für den Dax-Konzern offenbar immer härter, die Gewinnmargen sinken. Vor allem die Umsatzrückgänge in diesem Geschäftssegment um 2,2 Prozent rissen die Gesamtbilanz im ersten Quartal ein wenig nach unten. Henkels "organische" Umsätze, also bereinigt um Wechselkurseffekte, Zu- und Verkäufe, lagen damit bei mageren 0,7 Prozent. Nur dank günstiger Wechselkursverhältnisse steigerte man die Erlöse um 2,8 Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro.

Waschmittel gehen gut

Neben der Kosmetiksparte drückten fast noch mehr die konjunktursensiblen Geschäfte mit Klebstoffen. Hier sorgten schwache Umsätze mit der Autoindustrie und Elektronikmärkten sogar für einen organischen Rückgang um 0,8 Prozent. Gut lief im Quartal vor allem das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft, hier gab es einen organischen Umsatzsprung um 4,7 Prozent, der vor allem durch die Einführung neuer Produkte erreicht wurde.

Der Gewinn von Henkel sank im ersten Quartal, wegen negativer Währungseffekte, höherer Rohstoffkosten sowie Investitionen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um 5,6 Prozent auf 795 Millionen Euro. Das lag etwas unter der Konsensschätzung der Analysten. Die entsprechende Marge fiel um 1,4 Prozentpunkte auf 16,0 Prozent. Das Nettoergebnis sank um knapp zwei Prozent auf 534 Millionen Euro.

Mehr Investitionen belasten Ergebnis

Henkel hat in den vergangenen Monaten stark in die Entwicklung neuer Produkte investiert und hofft, dass damit die Umsätze im Jahresverlauf wieder deutlicher in Fahrt kommen. Ein Erlösplus von zwei bis vier Prozent, organisch, ist laut Vorstandschef Hans Van Bylen drin. Die Aufwendungen werden aber wohl die Ergebnisausbeute weiter belasten. Die um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Umbaukosten bereinigte Ebit-Marge soll 16 bis 17 Prozent erreichen.

Die schwächeren Ergebnisse haben Henkel bereits in den vergangenen Monaten die Henkel-Aktie deutlich belastet. Der Titel hat binnen eines Jahres rund 14 Prozent eingebüßt. Am Dienstag startet das Dax-Mitglied mit Verlusten von rund 1,5 Prozent in den Handel.

AB