Verpackte Cashewkerne aus einer HelloFresh Kochbox

Prognose angehoben, Aktie springt nach vorn HelloFresh liefert starke Zahlen

Stand: 16.01.2020, 10:32 Uhr

Die Aktionäre des Lebensmittel-Versenders HelloFresh können sich freuen: Im vergangenen Jahr liefen die Geschäfte noch besser als gedacht. Die im SDax notierte Aktie erreicht ein Rekordhoch.

Die Anleger feiern die HelloFresh-Aktie, die auf ein Rekordhoch bei 23,65 Euro steigt. Im Jahresvergleich hat das Papier damit seinen Wert in etwa verdreifacht. Allerdings können Hellofresh das Niveau nicht halten. Aktuell kostet die Aktie mit einem Plus von mehr als sieben Prozent 22,20 Euro.

Die Anleger reagieren damit auf die Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn hat das Berliner Unternehmen seine eigene Prognose übertroffen. Danach ist der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge auf 1,808 bis 1,811 Milliarden Euro gestiegen, wie das SDax-Unternehmen am späten Mittwochabend mitteilte. Dies entspreche einem währungsbereinigten Plus von etwa 36 Prozent. Zuletzt hatte HelloFresh hier mit 31 bis 33 Prozent gerechnet.

Auch positives Ergebnis erwartet

HelloFresh: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
29,62
Differenz relativ
-3,20%

Doch im Dezember liefen die Geschäfte besonders gut, so dass das Management die Erwartungen nach oben schraubte. Zuvor hatte HelloFresh bereits zweimal seine Prognosen angehoben.

Ähnlich beim Ergebnis. Das bereinigte Ebitda dürfte zwischen 45 und 48 Millionen Euro liegen und die entsprechende Marge zwischen 2,5 und 2,7 Prozent. Zuvor war HelloFresh von einer Spanne zwischen 0,50 und 1,75 Prozent ausgegangen. Anfangs hatte das Unternehmen für das abgelaufene Jahr lediglich den Break Even angepeilt.

Vorsicht vor zu großer Euphorie

Aufgrund der Veröffentlichung wird Hellofresh anders als bislang geplant am 21. Januar 2020 kein Trading Update für das Geschäftsjahr 2019 präsentieren. Die Gesellschaft wird jedoch den vollständigen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2019 wie geplant am 3. März 2020 bekannt zu machen.

Experten warnen jedoch vor allzu großer Euphorie. So rechnet Fabienne Caron von der Investmentbank Kepler Cheuvreux mittelfristig mit einem langsamerem Wachstum. Sie stellte die Aktie auf "Reduce". So hatte kürzlich der britische Konkurrent Just Eat mit Umsatz und Auftragszahlen die Erwartungen enttäuscht.

lg