Verpackte Cashewkerne aus einer HelloFresh Kochbox

Wachsen und an die Kunden denken Hellofresh präsentiert leckere Zahlen

Stand: 03.03.2020, 08:01 Uhr

Der Kochboxenversender Hellofresh steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr kräftig und reduzierte den Verlust. Auch im laufenden Jahr soll das Wachstum anhalten – wenn auch mit geringerem Tempo.

Im vergangenen Jahr konnte Hellofresh den Erlös währungsbereinigt um 37 Prozent auf 1,81 Milliarden Euro steigern. Unter dem Strich blieb allerdings ein Minus von 7,4 Millionen Euro. Verglichen mit dem Jahr 2018 ist das indes ein Satz nach vorn. In diesem Jahr schrieb der Kochboxenversender noch einen Verlust von 90,6 Millionen.

HelloFresh verschickte 2019 mehr als 280 Millionen Mahlzeiten und zählte im vierten Quartal 2019 rund drei Millionen Kunden. Mit jeder versendeten Mahlzeit habe man dazu beigetragen, das Leben der Kunden zu verbessern, behauptet CEO und Mitgründer Dominik Richter, der seinem Unternehmen auch eine positive Auswirkung auf die Umwelt zuschreibt.  

Die Aktie ging steil nach oben  

Das Management rechnet 2020 weiter mit einem hohen Wachstum bei gleichzeitig weiter steigender Profitabilität. Der Umsatz soll zwar nicht mehr so stark wie noch im vergangenen Jahr zulegen, aber währungsbereinigt immer noch um 22 bis 27 Prozent steigen, wie aus dem Geschäftsbericht des SDax-Unternehmens hervorgeht.

Dabei soll die Marge auf Basis des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 4,0 bis 5,5 Prozent steigen. Im jüngst abgelaufenen Geschäftsjahr waren es noch 2,6 Prozent.

Im August des vergangenen Jahres konnte man sich eine Hellofresh-Aktie noch für weniger als 9,00 Euro ins Depot legen. Obwohl sich die Titel der durch den Coronavirus ausgelösten negativen Marktstimmung auch nicht entziehen konnten, notieren sie derzeit bei mehr als 22 Euro. In den vergangenen zwölf Monaten verteuerten sie sich um fast 130 Prozent.

ts