Hellofresh

Prognose erhöht Bei HelloFresh geht noch mehr

Stand: 14.07.2020, 09:32 Uhr

Die Aktie des Kochboxen-Versenders erholt sich heute von ihren Vortagsverlusten. Das zweite Quartal ist laut dem Unternehmen deutlich besser gelaufen als gedacht. Und auch für das Gesamtgeschäftsjahr sieht es gut aus.

Basierend auf vorläufigen Indikationen rechnet das MDax-Unternehmen mit einem Konzernumsatz für das zweite Quartal zwischen 965 Millionen und 975 Millionen Euro nach 436,7 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Für das bereinigte Ebitda geht die Berliner Firma, die abgemessene Zutaten mit Rezepten verschickt, von 145 Millionen bis 155 Millionen Euro aus nach 18,3 Millionen Euro im Vorjahr. HelloFresh, das inzwischen in zwölf Märkten aktiv ist, hob zudem den Ausblick für das Gesamtjahr deutlich an. Die Gesellschaft will ihren Halbjahresfinanzbericht am 11. August veröffentlichen.

In den USA brummt es besonders

Geschlossene Restaurants und Kontaktsperren in der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Kochboxen von HelloFresh in die Höhe schnellen lassen. Derzeit boomt vor allem die Nachfrage in den USA weiter.

Die Eckdaten zum zweiten Quartal übertrafen Händlern zufolge deutlich die Analystenerwartungen. Allerdings schränkte ein Börsianer ein, dass im "Geflüster" am Markt wohl von einigen schon mehr erwartet worden sei.

Credit Suisse voll des Lobes

Hatte gestern noch eine Abstufung durch die Experten von JPMorgan für einen Stopp der Rally bei dem Titel gesorgt, kommt heute eher Rückenwind von Analystenseite. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Bewertung der Aktien des Kochboxenversenders mit "Outperform" aufgenommen. Die Credit-Suisse-Analystinnen Victoria Petrova und Ella Hughes trauen dem Unternehmen in einer aktuellen Studie ein starkes Wachstum sowie deutlich anziehende Gewinne zu. So rechnen sie 2022 mit einem Erlös von knapp 4,5 Milliarden Euro sowie einem Ebitda von 470 Millionen Euro. Basierend auf ihren Erwartungen sei das Unternehmen trotz der jüngsten Rally der Aktie immer noch zu niedrig bewertet. Daher setzten sie ihr Kursziel auf 61 Euro - was rund ein Fünftel über dem aktuellen Niveau liegt.

Der Titel, der einen rasanten Aufstieg bis in den MDax der Deutschen Börse hinter sich hat, kann als eindeutiger Profiteur der Corona-Krise gelten. Die Aktie hat sich binnen eines Jahrs von acht auf jetzt 48 Euro nach oben gehangelt. Das Rekordhoch liegt bei 53,35 Euro.

AB