Heckleuchte eines Citroen Picasso von Hella
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China-Schwäche drückt Umsatz Hella leuchtet weniger

Stand: 11.01.2019, 09:11 Uhr

Die schwache Nachfrage in China bremst den Autozulieferer Hella aus. Im zweiten Geschäftsquartal knickte der Umsatz ein. Für das Gesamtjahr 2018/19 zeigt sich der Lichtspezialist nun vorsichtiger.

Der ostwestfälische Autozulieferer hält zwar an seiner Jahresprognose fest, aber nur wenn sich die Bedingungen in der Branche nicht weiter verschlechtern. Hella rechnet mit einem Wachstum in der unteren Hälfte der angepeilten Bandbreite von fünf bis zehn Prozent. Der Gegenwind könnte in den kommenden Monaten zunehmen, warnte Hella-Chef Rolf Breidenbach am Freitagmorgen.

Umsatz geht zurück

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (September bis Ende November 2018) verlor der Lichtspezialist deutlich an Schwung. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte es noch ein Wachstum von fast zehn Prozent gegeben.

Das operative Ergebnis blieb mit 162 Millionen Euro stabil. Die entsprechende Marge sank von 9,7 auf 9,3 Prozent. Unter dem Strich verdreifachte sich der Gewinn auf 348 Millionen Euro, weil Hella das Großhandelsgeschäft verkaufte.

Profiteur des zunehmend vernetzten Autos

Zuletzt beflügelte der Boom bei Assistenzsystemen das Geschäft des Autozulieferers. Bis 2025 werden nach Schätzungen des Konzerns rund zwei Drittel aller Neufahrzeuge über Assistenzfunktionen wie Totwinkel-Erkennung oder Überholassistenz verfügen. Hella bietet nicht nur Scheinwerfer, sondern Produkte und Lösungen rund um Radartechnologie, Kamerasoftware sowie ganze Batterie- und Lichtsysteme an.

Die Aktien von Hella legen am Freitag rund ein Prozent zu. Auf Ein-Jahres-Sicht haben die Titel gut ein Drittel an Wert eingebüßt. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Hella nach den Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Auch JPMorgan stuft die Aktie weiter auf "Overweight" mit einem Kursziel von 53 Euro ein.

nb