Hella Werk in Lippstadt

Jahresziele stehen Hella klammert sich an die Vorgaben

Stand: 14.01.2020, 07:27 Uhr

Besser als der Markt, aber vielleicht doch nicht gut genug: Dem Scheinwerfer-Spezialisten macht die schlappe Autokonjunktur zu schaffen. Die Erlöse stagnierten im abgelaufenen Quartal. Und beim Ergebnis muss das MDax-Unternehmen deutliche Rückgänge verschmerzen.

Immerhin hält sich die Aktie im morgendlichen Handel in Frankfurt in etwa auf Vortagesstand. Bereits in der Vorwoche war es mit dem Titel leicht bergab gegangen. Anleger, die zuletzt die Reißleine gezogen haben, könnten sich am Dienstag bestätigt fühlen. Denn der Scheinwerfer-Spezialist hat den weltweiten Rückgang der Automobilproduktion zu spüren bekommen und weniger verdient. Im Zeitraum Juni bis November sank das bereinigte operative Ergebnis um 13,1 Prozent auf 257 Millionen Euro.

Einmal-Effekt sorgt für Ergebnisrücksetzer

Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) hat sich auf 230 Millionen Euro reduziert, nach 537 Millionen Euro im Vorjahr. Zurückzuführen ist dieser starke Rückgang vor allem auf einen Einmal-Effekt, der durch den Verkauf des Großhandelsgeschäftes im Vorjahr entstand. Die bereinigte Ebit-Marge (also das operative Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) ohne diesen Effekt lag zuletzt bei 7,8 Prozent (nach 8,7 Prozent im Vorjahr).

Der bereinigte Umsatz schrumpfte um 3,2 Prozent auf 3,28 Milliarden Euro im ersten Geschäftshalbjahr. Damit habe sich Hella besser entwickelt als der Markt, erklärte Konzernchef Rolf Breidenbach und bekräftigte seine Jahresziele. Demnach peilt er 2019/20 einen bereinigten Umsatz von rund 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro an sowie eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 6,5 bis 7,5 Prozent.

Im Sog der Autoindustrie

Das Familienunternehmen hat inzwischen mehr als 125 Standorte in rund 35 Ländern. Der Konzern ist spezialisiert auf innovative Lichtsysteme und Fahrzeugelektronik. Außerdem entwickelt das Unternehmen Licht- und Elektronikprodukte für Spezialfahrzeuge.

Die Hella-Aktie hat sich im vergangenen Jahr nach einem Kusrutsch von 55 auf 35 Euro wieder gut gefangen. Allerdings hat es der Titel nicht geschafft, sich nachhaltig über der Marke von 50 Euro zu etablieren. Nach einem leichten Rücksetzer zu Jahresbeginn notiert die Aktie derzeit bei rund 47 Euro.

AB