Zementproduktion  bei HeidelbergCement in Leimen
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Investorentag HeidelCement: Rosige Zukunft

Stand: 12.06.2018, 08:44 Uhr

Mit Aktien von HeidelbergCement ließ sich in diesem Jahr kein Geld verdienen. Im Gegenteil. Der Dax-Titel sackte um 20 Prozent ab. Doch nun macht der Baustoffkonzern Hoffnung auf Besserung.

Die weltweite Nummer zwei der Branche will in den kommenden Jahren das Ergebnis kontinuierlich verbessern. So rechnet der Vorstand in diesem und den beiden nächsten Jahren mit einem Ebitda-Wachstum von rund fünf Prozent pro Jahr, teilte der Konzern am Morgen zu seinem Kapitalmarkttag mit.

Nach der abgeschlossenen Integration von Italcementi sind in den kommenden Jahren keine weiteren großen Übernahmen vorgesehen. Vielmehr will der Konzern den Fokus auf den Abbau von Schulden legen, um damit den Weg zu einem Rating der Kreditwürdigkeit von BBB/Baa2 zu ebnen.

Höherer Kapitalzufluss

Erreicht werden sollen die Verbesserungen durch eine deutliche Steigerung des Kapitalzuflusses. Im Dreijahreszeitraum bis 2020 soll er sich auf rund sechs Milliarden Euro belaufen und damit deutlich höher als zuletzt. In den vergangenen drei Jahren kam das im Dax notierte Unternehmen auf einen kumulierten Wert von knapp 3,6 Milliarden Euro.

Dazu beitragen soll neben einem gesteigerten operativen Ergebnis und einer Zurückhaltung bei Investitionen auch der Verkauf von Randaktivitäten. Für die Aktionäre bedeutet das eine Steigerung der Dividende. Der Vorstand sicherte zu, 40 Prozent des Gewinns an die Anteilseigner auszuschütten.

Für 2017 hatte HeidelbergCement eine Dividende von 1,90 Euro je Aktie und damit knapp 30 Prozent des Gewinns je Anteil ausgeschüttet. Neben der höheren Dividende sei zudem auch der Rückkauf von Aktien denkbar.

Aktie auf Erholungskurs

An der Börse kommen die Aussagen gut an. Die im Dax notierte Aktie legt im morgendlichen Handel zu. Bereits zuvor hatte sich das Papier von seinem Jahrestief erholt. Dabei profitierte der Titel von einer Kaufempfehlung des Investmenthauses Kepler Cheuvreux. Analyst Josep Pujal hob sein Kursziel von 87 auf 88 Euro an und sieht damit nach den jüngsten Kursverlusten ein Potenzial von rund acht Prozent. Fundamental habe sich nicht viel geändert, das Chance-Risiko-Verhältnis der Aktien des Baustoffkonzerns sei nun aber wieder interessant, erklärte der Experte.

Den Aktien war nach der Vorlage von Quartalszahlen die Luft ausgegangen. Sie gerieten wieder unter Druck und fielen auf den tiefsten Stand seit August 2016.

lg