Heidelberger Zement
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Geschäfte laufen besser HeidelbergCement: Es läuft doch

Stand: 08.11.2017, 08:49 Uhr

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat das flaue erste Halbjahr im dritten Quartal dank der regen Baukonjunktur in den USA und Europa ausgebügelt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg von Juli bis Oktober um sieben Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Unter dem Strich bleibt ein für die Aktionäre anrechenbarer Gewinn von 481 Millionen Euro. Das sind stolze 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dazu beigetragen haben neben den niedrigen Zinsen vor allem Einsparungen nach der Integration des früheren italienischen Konkurrenten Italcementi, den HeidelbergCement im dritten Quartal 2016 für rund 3,7 Milliarden Euro übernommen hatte. Der Umsatz legte bei höherem Absatz von Zement, Sand oder Kies um vier Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu. Damit schnitt der Dax-Konzern etwas besser ab als Experten erwartet hatten.

Jahresziele bestätigt

HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele

Bernd Scheifele. | Bildquelle: picture alliance / dpa

"Die positive Trendwende im Mai hat wie erwartet zu einer deutlich besseren Ergebnisentwicklung im dritten Quartal geführt", erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele. Auch sei der Anstieg des Ölpreises durch den Einsatz unterschiedlicher Brennstoffe gedämpft worden.

Im ersten Halbjahr war das Unternehmen kaum vom Fleck gekommen, was vor allem mit schlechtem Wetter in den USA begründet wurde. Analysten trauten deshalb Scheifele nicht mehr zu, die Jahresziele zu erreichen. Die Quartalszahlen übertrafen nun die Erwartungen der Experten und HeidelCement bekräftigte den Ausblick: Das operative, um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis soll moderat und damit um rund fünf bis zehn Prozent steigen. Der Jahresüberschuss soll vor Sondereffekten deutlich, also zweistellig, verbessert werden. Nach neun Monaten liegt der Umsatz ein Prozent über dem Vorjahreswert, das Ebitda ist zwei Prozent höher.

Bernstein ist optimistisch

Marktbericht neutral
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Börse 11.00 Uhr: HeidelbergCement an der Dax-Spitze

Das Analysehaus Bernstein Research hat die Einstufung für HeidelbergCement nach den Zahlen auf "Outperform" mit einem Kursziel von 96,08 Euro belassen. Das Ebitda habe die Konsensschätzung übertroffen, schrieb Analyst Phil Roseberg. Die Gewinne hätten wieder Fahrt aufgenommen. Der Ausblick bleibe positiv, vor allem für die Märkte Nordamerika und Nordosteuropa. Insgesamt scheine das Management wieder mehr Zuversicht auszustrahlen, was auch den Aktien helfen dürfte.

Am Aktienmarkt kommen die Zahlen gut an, die Papiere legen im morgendlichen Handel um 3,5 Prozent zu und sind damit die stärksten Werte im Dax. Insgesamt aber ist die Aktie in diesem Jahr, trotz hoher Schwankungen, kaum vom Fleck gekommen.

lg