Hennes & Mauritz-Schaufenster mit Klarna-Aufkleber

Beteiligung an Klarna H&M geht in die Online-Offensive

Stand: 08.10.2018, 11:13 Uhr

H&M muss in Sachen Onlinehandel einiges aufholen. Eine Partnerschaft mit dem Finanzdienstleister Klarna soll den Modehändler wieder nach vorn bringen: Schwedens alte Unternehmensgarde verbündet sich mit einer schwedischen Hightech-Größe.

Der Modehändler H&M setzt auf eine Partnerschaft mit dem Bezahldienst Klarna. Der auf Rechnungskäufe spezialisierte Dienstleister soll das Bezahlen bei H&M online und im Laden vereinheitlichen und auch Retouren vereinfachen, wie die beiden schwedischen Unternehmen mitteilten. Die Kooperation soll zunächst in 14 europäischen Ländern greifen.

Für die Finanzspritze von rund 20 Millionen Dollar erhalte der Konzern einen Anteil von weniger als einem Prozent, teilte eine Klarna-Sprecherin mit. Für Klarna ist es die bisher größte Kooperation. Ähnliche Partnerschaften bestehen bereits mit dem Online-Modehändler Asos und dem Möbelhaus Ikea.

H&M will Online punkten

H&M steht in scharfer Konkurrenz mit dem spanischen Inditex-Konzern, der vor allem für seine Marke Zara bekannt ist.In den vergangenen Jahren sah es so aus, als hätte der zweitgrößte Modekonzern der Welt die wachsende Bedeutung des Online-Handels verschlafen. Der deutsche Konkurrent Zalando ist Europas größter Online-Modehändler. Viele Konkurrenten setzen vor allem auf das E-Commerce-Geschäft.

Aber nicht nur das: Im Vergleich zu anderen Konkurrenten reagierte H&M mit seinen Kollektionen zu träge auf den sich ständig ändernden Massengeschmack. Zuletzt gaben aktuelle Geschäftszahlen allerdings Anlass zur Hoffnung, dass eine Neuorientierung erfolgreich verläuft.   

Klarna wurde 2005 gegründet und zählt inzwischen zu den wertvollsten nicht-börsennotierten Jungfirmen in Europa. Zu den Investoren gehören Sequoia Capital, Atomica und Permira. Das Unternehmen wird mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.

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<strong>Inditex</strong><br/>Der größte Modekonzern der Welt ist Inditex. Zum spanischen Konzern gehören Marken wie Zara, Massimo Dutti und Bershka. An der Börse ist Inditex mittlerweile rund viermal so viel wert wie H&M. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbuchte Inditex einen Umsatz von 12,03 Milliarden Euro, flächenbereinigt ein Plus von vier Prozent. Der Nettogewinn legte um drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Inditex
Der größte Modekonzern der Welt ist Inditex. Zum spanischen Konzern gehören Marken wie Zara, Massimo Dutti und Bershka. An der Börse ist Inditex mittlerweile rund viermal so viel wert wie H&M. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbuchte Inditex einen Umsatz von 12,03 Milliarden Euro, flächenbereinigt ein Plus von vier Prozent. Der Nettogewinn legte um drei Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu.