H&M-Schaufenster mit roten Rabatt-Plakaten
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Nach Umsatzrückgang H&M muss Filialen schließen

Stand: 15.12.2017, 14:01 Uhr

Dem schwedischen Modekonzern H&M weht der Wind ins Gesicht. Immer weniger Kunden kommen in die Läden - auch wegen des Online-Booms. Die H&M-Aktie bricht zweistellig ein.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17, das bis Ende November lief, sank der Umsatz um vier Prozent auf 50,4 Milliarden Schwedische Kronen. Das sind umgerechnet rund 5,1 Milliarden Euro. Damit wurden die durchschnittlichen Analystenerwartungen von 53,9 Milliarden Kronen deutlich verfehlt. Angaben zur Ergebnisentwicklung machte das ehemals erfolgsverwöhnte Unternehmen allerdings nicht.

Auch Hennes & Mauritz selbst zeigte sich enttäuscht. Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft in den Filialen, da immer mehr Kunden ihre Einkäufe online erledigen. Als Folge will H&M mehr Filialen schließen als neue eröffnet werden. Derzeit hat der Konzern rund 4.500 Filialen in 69 Ländern.

Konkreter wurde das Stockholmer Unternehmen bisher allerdings nicht. Es bleibt damit unklar, ob und wenn ja, wie viele Arbeitsplätze gefährdet sind.

H&M-Shop in Riga. | Quelle: Unternehmen

Primark bereitet Sorgen

H&M kämpft neben der wachsenden Konkurrenz durch Online-Händler wie Amazon und Zalando mit rasant expandierenden Wettbewerbern wie Primark. Das irische Unternehmen ist preislich noch mindestens eine Etage niedriger angesiedelt.

Die H&M-Aktie brach im elektronischen Handelssystem Xetra zeitweise um mehr als 15 Prozent auf glatt 17 Euro ein. Das war der tiefste Stand seit mehr als acht Jahren.

ME