Eine Frau mit einer Karstadteinkaufstüte vor einer Kaufhoffiliale

Großer Kehraus bei Karstadt/Kaufhof

Stand: 25.01.2019, 14:06 Uhr

Die beiden Traditionskaufhäuser stehen vor drastischen Einschnitten. Nach dem Zusammenschluss der Warenhausriesen machen die neuen Eigner mit ihren Sparplänen ernst. Der Chef des Gemeinschaftsunternehmens, Stefan Fanderl, will nach einem Vorabbericht der "Süddeutschen Zeitung" die Arbeitsplätze von bis zu 5.000 Mitarbeitern beim Kaufhof streichen. Er wolle zudem das Warenhaus aus der Tarifbindung nehmen.

Die beiden Zentralen in Essen (Karstadt) beziehungsweise Köln (Kaufhof) sollen geteilt werden. Die Federführung soll in Essen liegen. Die Standort-Entscheidung sei mit einem Stellenabbau verbunden. Von Karstadt und Kaufhof waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

Kaufhof ist seit Ende November Teil eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Konkurrenten Karstadt. Der frühere Kaufhof-Eigner HBC hatte der Fusion im vergangenen Jahr zugestimmt und hält am Gemeinschaftsunternehmen 49,99 Prozent. Mehrheitseigener ist die Signa Holding des österreichischen Investors Rene Benko.