GoPro-Kamera auf einem Motorradlenker

Aktie verliert weiter GoPro sendet nur schwache Lebenszeichen

Stand: 04.05.2018, 07:29 Uhr

Die Aktionäre des Actionkamera-Spezialisten GoPro haben einen sehr langen Leidensweg hinter sich. Fraglich ist, ob sich das nach den neuesten Quartalszahlen nachhaltig ändern wird.

Zwar hat das Unternehmen im vergangenen Quartal seinen Verlust von 111 auf 76 Millionen Euro zurückfahren können. Doch auch der Umsatz brach um weitere 7,4 Prozent auf 202 Millionen Dollar ein, obwohl GoPro drei Prozent mehr Kameras verkaufen konnte. Das Quartal habe gezeigt, dass es "zum richtigen Preis" eine beträchtliche Nachfrage nach Produkten der Firma gebe, kommentierte Gründer und Chef Nick Woodman die Ergebnisse.

Doch die Börse ließ sich von den Aussagen von Woodman nicht lange besänftigen. Im nachbörslichen Handel legte die GoPro-Aktie zunächst um bis zu 10,7 Prozent auf 5,49 Dollar zu. Bis zum Ende des Handels rutschte das Papier aber bis auf 4,89 Dollar ab und notierte damit sogar leicht im Minus.

Immer noch zu teuer?

Die GoPro-Aktie hat einen langen Weg nach unten hinter sich. Nach dem Börsengang im Jahr 2014 kletterte die Aktie zeitweise auf über 90 Dollar. Auch auf dem derzeitigen Kursniveau liegt der Börsenwert immer noch bei mehr als 700 Millionen Dollar.

GoPro war ein Pionier im Geschäft mit Action-Kameras und wuchs damit schnell. Doch inzwischen gibt es neben den allgegenwärtigen Smartphones auch Konkurrenz durch diverse Anbieter, zum Teil mit deutlich günstigeren Geräten. Daraufhin wollte sich das amerikanische Unternehmen ein zweites Standbein sichern - die Wahl fiel auf Drohnen. Vor zwei Jahren kam die erste GoPro-Drohne "Karma" auf den Markt. Doch die Premiere ging schief: Produktionsstau und defekte Batterien vermasselten den Start. Außerdem beklagte GoPro die Vorschriften für die Nutzung von Drohnen in Europa und den USA.

ME