Neue Kameras kommen gut an GoPro schafft die (Gewinn-)Wende

Stand: 07.02.2019, 09:34 Uhr

Neue Kamera-Modelle, die angeblich wackelfreie Bilder garantieren, haben im Weihnachtsgeschäft GoPro zurück in die schwarzen Zahlen gehievt. Die Anleger schöpfen Hoffnung: Die Aktie erholt sich.

Am Frankfurter Aktienmarkt schießt der Titel von GoPro um fünf Prozent auf 4,73 Euro hoch. Damit hat sich die Aktie ein Stück weit von ihrem Einbruch Ende des vergangenen Jahres erholt. Kurz vor Weihnachten hatte der Hightech-Titel mit 3,62 Euro ein Rekordtief erreicht.

Umsatzschwund gestoppt

Der Actionkamera-Spezialist hat mit seinen neuen Hero7-Kameras offenbar die Wende geschafft. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz um rund 13 Prozent auf 377,4 Millionen Dollar. Im vorangegangenen Quartal waren die Erlöse noch zweistellig zurückgegangen.

Die Firma aus Kalifornien schaffte im Weihnachtsgeschäft die Rückkehr in die Gewinnzone. Sie verdiente 31,7 Millionen Dollar, nachdem es im Vorjahresquartal noch einen Verlust von knapp 56 Millionen Dollar gegeben hatte.

Hero-7-Reihe schlägt gut ein

Damit erfüllte sich die Prognose von Gründer und Chef Nick Woodman, der vorausgesagt hatte, dass die Firma mit den neuen Hero-7-Kameras wieder profitabel sein werde. Das Top-Modell der Reihe, der Hero 7 Black, punktet mit wackelfreien Bildern und erstmals auch einer Livestreaming-Funktion.  Die effiziente Bildstabilisierung kommt gerade bei Sportlern gut an. Laut Woodman dürfte die neue Technologie auch viele Besitzer älterer Kameras der Firma veranlassen, auf ein neues Gerät umzusteigen.

Im Heimatmarkt USA dominierte GoPro im Weihnachtsquartal das Geschäft mit Actionkameras mit einem Marktanteil von 87 Prozent bei Stückzahlen und 97 Prozent beim Umsatz, hieß es.

GoPro lockt zunehmend auch Abonnenten an. Der Abo-Service, bei dem man für eine monatliche Gebühr Online-Speicherplatz und Rabatt beim Kauf von Zubehör bekommt, zählt jetzt 199.000 Kunden. Das ist ein Plus von acht Prozent binnen drei Monaten.

Rote Zahlen im Gesamtjahr

Im gesamten Jahr 2018 fiel aber noch ein Verlust von 109 Millionen Dollar an. 2017 hatte GoPro bereits 183 Millionen Dollar Minus verzeichnet. Die Verluste hatten einige Analysten vermuten lassen, dass der Markt für Actionkameras grundsätzlich ausgeschöpft sein könnte. Woodman hatte dagegen stets betont, er sehe noch Wachstumschancen.

nb