Deutlicher Anstieg GoPro berappelt sich

Stand: 08.11.2019, 11:15 Uhr

Die Aktie des Actionkamera-Herstellers GoPro hat einen langen Abstieg hinter sich. Nun sendet sie erste Lebenszeichen. Denn das Weihnachtsgeschäft wird hervorragend verlaufen.

Die GoPro-Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen auf die Neuigkeiten. Das Papier sprang im nachbörslichen Handel um 5,7 Prozent auf 4,70 Dollar nach oben. Von ihrem Ausgabepreis bei 24 Dollar und ihren Höchstkursen bei über 90 Dollar ist die Aktie dennoch noch weit entfernt.

Das Unternehmen aus San Mateo im Silicon Valley rechnet für den Zeitraum von Oktober bis Dezember mit einem Umsatz von 555 bis 590 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Im entsprechenden Vorjahreszeitraum setzte GoPro nur 377 Millionen Dollar um.

Noch deutlicher sind die Unterschiede zum gerade vorbeigegangenen Vierteljahr. Da lag der Umsatz gerade einmal 131 Millionen Dollar, was einem Einbruch um 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Analysten hatten sogar nur mit 126 Millionen Dollar gerechnet. Der Umsatz von 131 Millionen war der schwächste seit dem Börsengang im Jahr 2014.

Der Verlust lag bei von 75 Millionen Dollar oder 51 Cent pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 27 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sonderfaktoren lag das Minus bei 42 Cent je Anteilsschein. Experten erwarteten 48 Cent.

Hero8 Black soll es bringen

Zu dem nun erwarteten strammen Wachstum sollen deutlich verbesserte Verkaufszahlen des neuen Hoffnungsträgers Hero8 Black beitragen. Anfang Oktober hatte GoPro von Produktionsproblemen bei dem Modell berichtet und damit die Aktie auf ein Rekordtief von 3,25 Dollar befördert.

Auch das Abonnement GoPro Plus erfolgt sich zunehmender Beliebtheit. Ende des Quartals zählten die Kalifornier hierbei rund 300.000 zahlende Kunden. GoPro Plus bietet unter anderem einen Kameraaustausch im Schadensfall und unbegrenzte Speichermöglichkeiten von Fotos und Videos im Original-Format in der GoPro-Cloud.

Mit den Zahlen wird deutlich, dass die kritischen Stimmen wohl voreilig waren, die dem Unternehmen eine äußerst unsichere Zukunft voraussagt haben. Denn die Befürchtung, dass Smartphone-Kameras den GoPro-Geräten das Licht ausknipsen würden, haben sich bisher nicht bestätigt. Zu der hohen Nachfrage trägt nämlich der Boom der Sozial Medien bei, der nach immer neuen spektakulären Bildern und Videos verlangt.

ME