US-Drohne des Typs MQ-1 Predator

Kündigungen aus ethischen Gründen Google stoppt Zusammenarbeit mit US-Militär

Stand: 03.06.2018, 13:49 Uhr

Die Mitarbeiterproteste scheinen gefruchtet zu haben: Medienberichten zufolge wird Google ein Projekt für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Drohnen des US-Militärs nicht verlängern.

Nach monatelangen Protesten von Mitarbeitern will sich der Technologiekonzern Google Medienberichten zufolge aus der Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium im Bereich künstliche Intelligenz zurückziehen.

Ein Verantwortlicher des US-Unternehmens habe gegenüber den Mitarbeitern erklärt, Google werde ein Projekt für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Drohnen des US-Militärs nicht verlängern, berichteten die „New York Times“ und die Technologie-Webseite „Gizmodo“ unter Berufung auf interne Kreise. Der Vertrag im Wert von weniger als zehn Millionen Dollar läuft den Berichten zufolge im kommenden Jahr aus.

Gegen Technologie zur Kriegführung

Der Internetkonzern setzt im Rahmen des Projekts „Project Maven“ KI-Systeme ein, um dem Militär bei der Auswertung von Drohnen-Bildern zu helfen. Dies hatte innerhalb des Konzerns Proteste von Mitarbeitern ausgelöst, die gegen den Einsatz der Technologie zur Kriegsführung sind.

In einer intern verbreiteten Petition riefen sie dazu auf, sich vom "Geschäft mit dem Krieg" fernzuhalten. Google müsse klar erklären, dass weder der Internetriese noch seine Subunternehmen "jemals Kriegstechnologie herstellen". Bis Mitte Mai unterzeichneten Berichten zufolge rund 4.000 Angestellte die Petition. Laut „Gizmodo“ hatten sogar mehrere Entwickler aus ethischen Gründen ihre Kündigung eingereicht.

ts