Goldman Sachs-Zentrale in New York

Milliardengewinn Goldman Sachs kann liefern

Stand: 17.04.2018, 14:36 Uhr

Goldman Sachs erfreut die Investoren mit einem signifikanten Gewinnanstieg. Damit gelingt der Investmentbank ein guter Einstieg in das neue Jahr. Der volatile Handel mag für Anleger aufreibend sein, für die Finanzinstitute ist er ein Garant für satte Profite.

Die Investmentbank verdiente im ersten Quartal unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar und damit 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Geschäfte seien quer durch alle Sparten solide gelaufen, erklärte Bankchef Lloyd Blankfein. Besonders gut entwickelte sich das Handelsgeschäft mit Aktien, das um satte 38 Prozent auf 2,31 Milliarden Dollar zulegte. Experten hatten lediglich mit 1,85 Milliarden gerechnet. Der Handel mit Rohstoffen, Währungen und Anleihen legte um 23 Prozent zu.

Konzernweit stiegen die Erträge - also die gesamten Einnahmen - im ersten Quartal um ein Viertel auf 10,0 Milliarden Dollar. Insgesamt liegen die Ergebnisse über den Analysteneinschätzungen. Die Börse ist einigermaßen zufrieden. Vorbörslich legen die Titel um rund 0,8 Prozent zu.

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein

Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein. | Bildquelle: picture alliance / Photoshot

Die Gebühren machen es

Die Bank profitierte vom äußerst volatilen Handel in diesem Jahr. Wegen der weltpolitischen Spannungen - insbesondere der von US-Präsident Donald Trump geschürten Furcht vor einem globalen Handelskrieg - hatten sich viele Anleger zu Jahresbeginn neu aufgestellt. Das hatte den Handel angefacht, nachdem es im vergangenen Jahr an den Finanzmärkten ungewöhnlich ruhig zugegangen war. Am An- und Verkauf von Wertpapieren verdienen die Banken über Gebühren mit.

Bereits die US-Großbanken Citigroup, Wells Fargo und Bank of America hatten über gestiegene Gewinne berichtet. Am erfolgreichsten verlief der Jahresstart für JPMorgan Chase: Unter dem Strich blieben 8,7 Milliarden Dollar übrig. Die Deutsche Bank legt ihre Geschäftszahlen in der kommenden Woche vor.

ts/dpa