General Motors-Firmenschild

Operatives Ergebnis fällt GM: Mattes Quartal mit einem Lichtblick

Stand: 30.04.2019, 15:35 Uhr

Schwache Geschäfte in Nordamerika und China haben in der Quartalsbilanz des US-Autoriesen ihre Spuren hinterlassen. General Motors konnte am Dienstag unter dem Strich dennoch einen fetten Milliardengewinn präsentieren. Die Beteiligung am Fahrdienstleister Lyft macht's möglich.

An Lyft hält GM neun Prozent der Anteile. Und nach dessen erfolgreichem Börsengang ist nicht nur der Wert der Lyft-Aktie insgesamt gestiegen, sondern auch der der GM-Beteiligung. Am ausgewiesenen Gewinn je Aktie von 1,41 Dollar hat diese Werterhöhung laut Analysten alleine einen Anteil von 0,30 Dollar je Anteilsschein.

Einmaleffekt sorgt für Freude...

Ohne den Einmaleffekt hätte GM bei dieser Gewinngröße gerade so die Analystenschätzungen für das Ergebnis des ersten Quartals erreicht. In absoluten Zahlen hat General Motors im Quartal 2,16 Milliarden Dollar verdient, erheblich mehr als im Vorjahreszeitraum, als eine Abschreibung auf das Geschäft in Südkorea belastet hatte.

Die Experten und Anleger schauten bei der Quartalsbilanz aber vor allem auf andere Zahlen. Etwa auf den Umsatz: Der verringerte sich um zum Beispiel um drei Prozent auf 34,9 Milliarden Dollar. Bei den Erlösen wirkte sich im Berichtszeitraum vor allem ein Produktionsstopp in der Fabrik in Arlington in Texas aus. Dort werden hochmargige SUVs produziert. Zudem setzte GM im chinesischen Markt weniger Neuwagen ab als erhofft.

... Tagesgeschäft für Verdruss

Vor allem aber das schwache operative Ergebnis setzte die GM-Aktie im frühen Handel an der New Yorker Börse unter Druck. Es sank um elf Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar, wie die General Motors Co mitteilte.

Laut Firmenchefin Mary Barra liegen die Zahlen im Rahmen der eigenen Erwartungen. Sie habe, so Barra, "weiterhin starkes Vertrauen in das laufende Geschäftsjahr", das durch neue Truck-Modelle und die weitergehende "Transformation" des Geschäfts bei GM angetrieben werde.

Aktie holt Anlauf?

Die Aktie des US-Autobauers scheint seit Monaten in einer volatilen Seitwärtsbewegung gefangen. Seit Jahresbeginn schickt sie sich allerdings an, den Bereich zwischen 30 und 40 Euro im deutschen Handel nach oben zu verlassen. Allerdings dürften dazu wohl bald bessere Geschäftszahlen oder -aussichten gebraucht werden.

AB

1/13

13 Neuheiten von der "Auto China" aus Shanghai Galerie

VW Roomzz

VW Roomzz
Als Weltneuheit zeigte VW-CEO Herbert Diess bereits den ID Roomzz, der als vollelektrischer SUV im Format eines Touareg mit bis zu sieben Plätzen das Elektroformat für die chinesische Mehrgenerationenfamilie bilden soll. Diess nahm den Roomzz zum Anlass, um die Absichten des Volkswagenkonzerns in China zu bekräftigen.