General Motors-Firmenschild

Milliardenverlust GM: Opel-Verkauf reißt tiefe Löcher

Stand: 06.02.2018, 14:47 Uhr

Der größte amerikanische Autobauer General Motors (GM) hat im vierten Quartal wegen der Steuerreform einen Milliardenverlust eingefahren. Auch der Verkauf von Opel verursacht eine milliardenschwere Belastung.

Von Oktober bis Dezember türmte GM einen auf die Aktionäre entfallenden Verlust von rund 5,2 Milliarden Dollar auf, wie das Unternehmen heute mitteilte. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen 1,8 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. GM hatte bereits bekanntgegeben, dass die Senkung der Unternehmenssteuersätze das vierte Quartal über einen Bilanzeffekt milliardenschwer belasten werde.

Das Unternehmen bezifferte die Auswirkungen auf den Gewinn nun mit 7,3 Milliarden Dollar. Vor Sonderposten verdiente der Anbieter von Marken wie Chevrolet und GMC aber mit 1,65 Dollar je Aktie deutlich mehr als von Analysten erwartet, ausschlaggebend waren dafür Rekordabsätze für teure SUVs und Pickups in den USA. Die Aktie stieg vorbörslich um 1,7 Prozent.

Etwas weniger Autos verkauft

Auch auf das Gesamtjahr 2017 gesehen stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 3,9 Milliarden Dollar, nach einem Plus von 9,4 Milliarden vor einem Jahr. Neben der Steuerbelastung verbuchte GM auch einen 6,2 Milliarden Dollar schweren Sonderverlust durch den Verkauf des deutschen Autobauers Opel und seiner britischen Schwestermarke Vauxhall an den französischen PSA-Konzern.

Der Umsatz ging wegen insgesamt weniger verkaufter Autos in Nordamerika um 2,4 Prozent auf 145,6 Milliarden Dollar zurück. Der US-Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge war 2017 nach mehreren Rekordjahren in Folge erstmals wieder etwas abgekühlt.

Zuversicht für 2018

GM zeigt sich aber zuversichtlich für das laufende Jahr. Der Autokonzern prognostiziert einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,50 Dollar. Das ist deutlich mehr als von Analysten erwartet, denn diese rechneten bisher mit einem Rückgang auf 5,93 Dollar. Zuversichtlich stimmt GM vor allem die weiterhin gute Entwicklung in Nordamerika und China sowie eine Erholung in Südamerika. Zudem will das Unternehmen an seinem Sparkurs festhalten.

rtr/lg