Global Fashion Group, Screenshot Homepage

Rocket Internet-Gründung macht Verluste Rocket schickt Global Fashion Group an die Börse

Stand: 03.06.2019, 10:14 Uhr

Der von Rocket Internet gegründete Online-Modehändler Global Fashion Group (GFG) geht an die Börse. In die Gewinnzone hat es GFG noch nicht geschafft. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen dabei helfen, dass es endlich gelingt.

Der Gang auf das Börsenparkett soll die vom Start-up-Investor Rocket Internet und dem schwedischen Investor Kinnevik im Jahr 2011 gegründete GFG brutto rund 300 Millionen Euro einbringen, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die Aktien sollen am regulierten Markt notiert werden. Das Angebot solle ausschließlich aus neu ausgegebenen Stammaktien bestehen.

Die Erlöse aus dem Börsendebüt will der Modehändler dazu verwenden, weiteres Wachstum zu fördern. Dazu soll etwa in die Technologieplattform, die Lieferinfrastruktur und die Gewinnung von Neukunden investiert werden. Aktuell hat GFG 11,2 Millionen aktive Kunden.

Ziel: sich der Ertragswende nähern

Erst vor wenigen Tagen hatte GFG die Zahlen des ersten Quartals vorgestellt. Der Umsatz kletterte unter konstanten Wechselkursen um 15 Prozent auf 261 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um rund acht Prozent auf rund 26 Millionen Euro.

Die Ebitda-Marge betrug minus 9,8 Prozent und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,9 Punkte. 2019 peilt der Vorstand einen Umsatzanstieg auf 1,3 Milliarden Euro an und hofft, sich der Ertragswende zu nähern.

GFG ist das letzte Unternehmen im Portfolio von Rocket Internet, das noch nicht an der Börse gelistet ist. Mitte April war der afrikanische Online-Händler Jumia in New York an die Börse gegangen.

Afrika, Asien, Kasachstan

Auch der Fokus von GFG liegt eher auf den sogenannten Emerging Markets. Aktiv ist der Konzern in Asien, Lateinamerika sowie Russland, Weißrussland, in der Ukraine und in Kasachstan. In den vier zuletzt genannten Ländern ist die Online-Modeplattform Lamoda aktiv.

In Indonesien, Singapur oder Hongkong etwa vertreibt die Gruppe über die Online-Plattform Zalora Mode und Accessoires. In Brasilien, Argentinien, Kolumbien und Chile werden die Produkte auf der Plattform Dafiti angeboten.

ts