Global Fashion Group
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Kurse unter Ausgabepreis Global Fashion Group mit mühsamem Stapellauf

Stand: 02.07.2019, 10:50 Uhr

Wie erwartet holprig verläuft der erste Handelstag des Online-Modehändlers. Die Aktie, die bereits deutlich billiger ausgegeben wurde als ursprünglich geplant, kann sich zunächst kaum auf dem Ausgabeniveau halten.

Zu 4,50 Euro waren die Papiere des defizitären Online-Modehändlers ausgegeben worden. Auf Xetra erfolgte der Handelsstart mit 4,47 Euro, danach ging es bis auf 4,05 Euro abwärts. Zwischenzeitlich erholte sich die Aktie sich dann leicht auf 4,30 Euro, was aber immer noch vier Prozent unter dem Ausgabepreis liegt.

Nur Hälfte des angepeilten Erlöses

Vier Millionen Aktien wurden zu je 4,50 Euro zugeteilt, wie das Unternehmen bereits am Wochenende mitgeteilt hatte. Insgesamt brachte der Börsengang - einschließlich Platzierungsreserve - nun 198 Millionen Euro ein, nachdem GFG ursprünglich auf fast 400 Millionen gehofft hatte. Die Erlöse gehen ausschließlich an das Unternehmen selbst.

Um den Börsengang zu retten, hatte der Online-Modehändler die Zeichnungsfrist um drei Tage bis Freitag verlängert und den Preis der Aktie gesenkt. Ursprünglich waren sie zu 6,00 bis 8,00 Euro angeboten wurden.

Investoren müssen kräftig nachlegen

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Selbst dies hätte wohl nicht gereicht, um den Börsengang zu einem Erfolg zu führen. Dazu mussten die beiden Großaktionäre, die Startup-Investoren Rocket Internet und Kinnevik, die Emission noch stützen, indem sie GFG-Aktien für zusammen 110 Millionen Euro zeichneten. Beide Unternehmen kauften damit rund 60 Prozent der bei dem Börsengang über eine Kapitalerhöhung platzierten Aktien.

Die 2011 gegründete GFG betreibt Internet-Modeauftritte wie Lamoda in Russland, Namshi im Nahen Osten, Dafiti in Südamerika, Jabong in Indien und Zalora in Südostasien und will damit den Erfolg von Zalando in Deutschland wiederholen. Bei einem Umsatz von 1,16 Milliarden Euro erwirtschaftete die GFG 2018 einen Verlust von 202 Millionen Euro.

AB